Die Ja-Parole für die Abstimmung vom 13. Februar wurde an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung in Zürich nach eingehender Diskussion mit 41 gegen 23 Stimmen gefasst.

Die Initiative will die Armeewaffen aus den Haushalten verbannen und eine restriktive Bewilligungspraxis für den privaten Waffenbesitz einführen. Die CVP-Kantonsratsfraktion beantragte die Ja-Parole - entgegen der Haltung der CVP-Bundeshausfraktion.

Zwischen Verfügbarkeit von Waffen und deren Anwendung bestehe ein direkter Zusammenhang, sagte CVP-Kantonsrat und Bataillonskommandant Andreas Federer (Thalwil). Waffen und Munition könnte heute zu leicht beschafft werden.

Realität sei zudem, dass die sichere Aufbewahrung der Armeewaffe zu Hause nicht mehr in jedem Fall gewährleistet sei. Die Verantwortung im sorgsamen Umgang mit der Armeewaffe habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert.

Risiken einschränken

Mit der Deponierung der Armeewaffe an einem sicheren Ort könne das Risiko von häuslicher Gewalt und Suizid stark eingeschränkt werden. Insbesondere gelte es, Affekthandlungen auszuschalten, betonte Federer.

Eine Umfrage in seinem Bataillon habe ergeben, dass 65 Prozent seiner Wehrmänner die Aufbewahrung der Dienstwaffe im Zeughaus befürworten, stellte der Bataillonskommandant fest. Die Armee nehme keinen Schaden, wenn die Initiative angenommen werde.

Gegen die Initiative votierte SVP-Kantonsrätin Regula Kuhn (Illnau-Effretikon). Schon der Titel des Volksbegehrens sei irreführend und nicht ehrlich. Allein schon der Umstand, dass die Armeeabschaffungsorganisation GSoA im Pro-Komitee vertreten sei, müsse zu denken geben.