Wahlen ZH 2018

CVP: Die kleinste Partei im Gemeinderat will zulegen

Für die Stadtzürcher CVP geht es bei dem kommenden Urnengang um sehr viel. (Symbolbild)

Für die Stadtzürcher CVP geht es bei dem kommenden Urnengang um sehr viel. (Symbolbild)

Im Vorfeld zu den Zürcher Wahlen 2018 analysieren wir die Ausgangslage der Parteien. Heute im Fokus: die CVP. Mit ihren sechs Sitzen ist die Partei aktuell nur knapp über der kritischen Grösse.

Welche Rolle spielt die CVP im Stadtzürcher Parlament?

Die CVP hat im 125-köpfigen Gemeinderat nur sechs Sitze. Sie bildet damit die kleinste Fraktion. Auf wesentlich mehr Sitze kommt die zweite Mittepartei im Gemeinderat, die GLP. Sie hat derzeit 13 Sitze.

Welche Wahlziele hat die CVP?

Die CVP will ihren Sitz im Stadtrat verteidigen. Im Gemeinderat will die Partei zulegen. Mit sechs Sitzen ist die CVP nur knapp über der kritischen Grösse. Für eine eigene Fraktion braucht es fünf Sitze.

Wie realistisch ist es für die CVP, den Sitz im Stadtrat zu verteidigen?

Mit einem neuen Kandidaten anzutreten, ist immer schwieriger als mit einem bisherigen. Für die CVP kommt erschwerend hinzu, dass sie nur über eine relativ kleine Wählerbasis verfügt. Um den Sitz zu verteidigen, ist Hungerbühler deshalb auf eine starke Unterstützung der Wählerschaft von FDP und SVP angewiesen. Mit Blick auf sein politisches Profil sind seine Wahlchancen intakt.

Wie war die CVP in der Vergangenheit im Stadtrat vertreten?

Der nicht mehr zur Wahl antretende CVP-Stadtrat Gerold Lauber wurde 2006 gewählt. In den vorangegangenen acht Jahren hatte die Partei keinen Sitz im Stadtrat.

Wie ist die Grosswetterlage für die CVP?

Für die CVP geht es bei dem kommenden Urnengang um sehr viel. Bei den letzten beiden Wahlen hat die Partei im Gemeinderat Sitze verloren. Auch über einen längeren Zeitraum betrachtet, hat die Partei in der Stadt Zürich an Bedeutung eingebüsst. Verliert sie nun im Vergleich zu den Wahlen 2014 viele Stimmen, könnte sie sogar aus dem Parlament fliegen. Damit das nicht passiert, muss eine Partei in mindestens einem der Wahlkreise 5 Prozent oder mehr Stimmen erhalten. 2014 erzielte die CVP im Wahlkreis 12 (Schwamendingen) mit 7,5 Prozent ihr bestes Resultat. Eine gewisse Sicherheitsmarge ist also vorhanden.

Was gibt die CVP für den Wahlkampf aus?

Für die Gemeinderatswahlen erwähnt die CVP auf ihrer Webseite Kosten von rund 80'000 Franken. Das Wahlkampfbudget von Stadtratskandidat Markus Hungerbühler beläuft sich laut eigenen Angaben auf etwa 140'000 Franken. Bei rund der Hälfte davon handle es sich um Spenden von Firmen und Verbänden, etwas mehr als ein Drittel stammt von Privaten. Den Rest bezahlt er selber.

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