Coronavirus
Kantonale Initiative «Faire Finanzierung der Corona-Hilfen» fordert Steuerzuschlag für hohe Vermögen

Am Dienstag wurde eine kantonale Initiative in Zürich eingereicht, die einen befristeten Steuerzuschlag für Vermögen über 3 Millionen Franken verlangt. Das Geld soll zugunsten der Allgemeinheit eingesetzt werden.

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Die Steuern sollen für hohe Vermögen über drei Jahre steigen. Das verlangt die Initiative.

Die Steuern sollen für hohe Vermögen über drei Jahre steigen. Das verlangt die Initiative.

Christian Beutler

Mit 8648 Unterschriften ist am Dienstag die kantonale Volksinitiative «Faire Finanzierung der Corona-Hilfen» eingereicht worden. Sie verlangt einen auf drei Jahre befristeten Steuerzuschlag von 20 Prozent für die höchste Progressionsstufe bei Vermögen über 3 Millionen Franken.

Mit dem Steuerzuschlag kämen jährlich rund 100 Millionen Franken der Zürcher Staatskasse und ebenso viel den Gemeinden zugute, teilten die Initianten mit.

Corona-Hilfen kosten den Kanton über eine Milliarde Franken

Die Corona-Hilfen, von denen vor allem das Gewerbe profitiere, kosteten den Kanton über eine Milliarde Franken. Dies belaste den Staatshaushalt enorm und führe zu einem Spardruck bei Bildung, Gesundheit und öffentlichem Verkehr, heisst es in der Mitteilung. Deshalb sei es gerechtfertigt, dass hohe Vermögen einen befristeten Sonderbeitrag zu Gunsten der Allgemeinheit leisten.

Hinter der Initiative steht ein Bündnis aus AL, SP, Grünen, Jungen Grünen, Juso, Gewerkschaftsbund (GBKZ) und Travail Suisse. (sda)

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