Clubs halten sich an Beschränkung

Merken
Drucken
Teilen

Coronavirus Die Zürcher Bars und Clubs, die am Wochenende von der Stadtpolizei kontrolliert worden sind, haben sich an die neue Besucherbeschränkung auf 100 Personen gehalten. Fast die Hälfte der kontrollierten Betriebe machte aber schon gar nicht auf. Die Stadtpolizei habe Kontrollen im üblichen Rahmen durchgeführt, sagte Polizeisprecher Marco Cortesi gestern auf Anfrage der SDA. Dabei seien 20 Betriebe aufgesucht worden. Acht waren geschlossen. Die übrigen zwölf erfüllten die neuen Regeln. Ein Betrieb wurde zwar angezeigt. Der Verstoss sei aber eher klein gewesen und habe nicht im Zusammenhang mit den Corona-Schutzvorgaben gestanden, sagte Cortesi weiter.

Im Kanton Zürich gelten seit Donnerstag verschärfte Covid-­19-Schutzmassnahmen. In Geschäften gilt Maskenpflicht und in Bars und Clubs, in denen die Gäste frei zirkulieren, dürfen sich höchstens noch 100 Personen im Innenraum aufhalten. Nach Auffassung des Kantons gilt dies – im Gegensatz zu Veranstaltungen – unabhängig davon, ob die Besucher Masken tragen oder nicht. Die Zürcher Bar- und Club­kommission (BCK) lief zunächst dagegen Sturm. Noch am Mittwoch hatte sie sich auf den Standpunkt gestellt, mit Maskenpflicht dürften sich mehr als 100 Personen in einem Club aufhalten.

Am Freitag krebste der Branchenverband jedoch zurück und empfahl seinen Mitgliedern, auf grössere Partys mit Maskenpflichtpflicht zu verzichten. Grund seien unter anderem Statements des Kantons gegenüber den Medien und eine «durch die Polizei aufgebaute Drohkulisse». Wie die BCK mitteilte, stellt sie sich aber weiterhin auf den Standpunkt, dass es sich bei einer Clubnacht um eine Veranstaltung handle, die mit Maskenpflicht auch von mehr als 100 Personen besucht werden dürfe. Die BCK forderte den Kanton Zürich zu «konstruktiven Gesprächen» auf, um die Sache zu klären. (sda)