Rabelbauer ist nicht die erste EVP-Stadtratskandidatur: 2010 hatte ihr Ehemann für den Stadtrat kandidiert, vier Jahre vor ihm Parteipräsident Ernst Danner - beide ohne Erfolg.

Die 1972 geborene Rabelbauer ist ausgebildete Lehrerin. Sie verfügt über langjährige Erfahrung als Lehrkraft und als Schulleiterin in der Volksschule der Stadt Zürich sowie als Leiterin mehrerer Kindertagesstätten. Mittlerweile ist sie massgeblich an Krippenbetrieben in Zürich, Affoltern und Geroldswil beteiligt.

"Mit diesem Erfahrungshintergrund fühle ich mich bestens gerüstet für die Führung des Schul- und Sportdepartements. Aber auch jedes andere Departement in unserer Stadt finde ich ausserordentlich spannend und würde gerne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Super-Leistungen motivieren", wird Rabelbauer in einer Mitteilung der Partei zitiert.

Rabelbauer sass von 2006-2014 für die EVP im Gemeinderat. Die von ihr lancierten EVP-Initiativen "Für eine familiengerechte Stadt Zürich" und "Für eine seniorengerechte Stadt Zürich" führten zu erfolgreichen Volksabstimmungen und zu einer Vergrösserung des Angebots an familien- und altersgerechten Wohnungen.

Synergien mit BDP nutzen

Bei den Erneuerungswahlen 2014 verfehlte die Kleinpartei die 5-Prozent-Hürde ganz knapp - 31 Stimmen fehlten. Ihre drei Sitze musste die Partei an andere abgeben. Seither kann sie im Parlament, wo sie seit 1954 stets vertreten war, nicht mehr mitmischen. Mit Rabelbauer als Wahlkampf-Zugpferd soll sich dies ab 2018 wieder ändern.

Zudem werden EVP und BDP bei den Gemeinderatswahlen mit einer gemeinsamen Liste antreten. Die beiden Kleinparteien möchten so Synergien nutzen, um mit vereinten Kräften jene Zahl von Sitzen im Gemeinderat zu erringen, die ihnen nach ihrer Wählerstärke zustehe.

In der Stadtregierung müssen im März 2018 zwei von neun Sitzen neu besetzt werden. Schul- und Sportvorsteher Gerold Lauber (CVP) und Andreas Türler (FDP), Vorsteher der Industriellen Betriebe, treten nicht mehr an.