Pendler im Zugsverkehr zwischen Winterthur und Zürich haben sich am Montagmorgen gedulden müssen. Zum Wochenstart musste die Strecke wegen eines Personenunfalls unterbrochen werden. Kurz nach 8 Uhr wurde sie wieder freigegeben. Der Unterbruch hatte Auswirkungen auf den gesamten Bahnverkehr.

Von der Störung betroffen waren auch die Eurocity-Züge von Zürich HB nach München, die Intercity-Züge zwischen Brig und Romanshorn und die Interregio-Züge zwischen Biel und Konstanz (D). Zwischen Zürich Hauptbahnhof und Zürich-Flughafen verkehrten Shuttlezüge und zwischen Bülach und Winterthur Extrazüge.

Unterbrochen war vor allem das Teilstück zwischen Effretikon und Kemptthal, was grosse Auswirkungen auch im S-Bahn-Verkehr zur Folge hatte. Gegen 7.30 Uhr konnte eines der beiden betroffenen Gleise wieder in Betrieb genommen werden, um 8.10 Uhr waren beide Gleise wieder frei.

"Es muss weiterhin mit Folge-Verspätungen bis zu 20 Minuten gerechnet werden", sagte SBB-Sprecherin Lea Meyer gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Züge würden durch den Zwischenfall teilweise am falschen Ort stehen. Bis sich alles wieder einigermassen einpendle, dauere es meist ein bis zwei Stunden, sagte Meyer.

Erfolgreicher Fahrplanwechsel

Das SBB-Netz wurde am Montag zudem durch den alljährlichen Fahrplanwechsel einer Belastungsprobe unterzogen. Dieser war bereits am Sonntag erfolgt, am Montag stand mit dem Berufsverkehr aber die eigentliche Nagelprobe an.

Wie am Sonntag verlief der Wechsel auch zum Wochenstart ohne grosse Probleme, wie SBB-Sprecher Stephan Wehrle auf Anfrage sagte. Auch in der Region Freiburg, wo der Wechsel die grössten Änderungen brachte sowie auf der Strecke Bern-Biel, auf der neue Züge verkehren, habe alles gut funktioniert.

Die Probleme waren kleinerer Natur: So kam es gemäss Wehrle bei den Anzeigen vereinzelt zu technischen Problemen. Am Sonntag hatten einzelne SBB-Angestellte den richtigen Zug nicht gefunden.

Wie bei jedem Fahrplanwechsel setzte die SBB zusätzliches Personal ein. Gemäss Wehrle handelte sich in diesem Jahr aber um einen eher kleineren Fahrplanwechsel. Für das nächste Jahr zeichne sich demgegenüber ein grösserer Wechsel ab.