In Zukunft wolle sie sich verstärkt der Renaissance-Musik widmen, vor allem Künstlern wie Monteverdi, Caccini und Strozzi. "Bisher gibt es noch keine konkreten Pläne, doch das ist ein grosser Wunsch von mir", sagte die Mezzosopranistin.

Bartoli würde gern die Führung eines italienischen Theaters übernehmen. "Ich würde das jedoch unter der Bedingung tun, dass ich alle kündigen und von Null auf starten kann. Man muss eine allgemeine Aufräumarbeit unternehmen. Leider gibt es zu viele etablierte Rechte und Mechanismen, die nicht funktionieren", klagte die 59-jährige Sopranistin.

Eine Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Pop-Szene schliesst die gebürtige Römerin nicht aus. "Ich würde gern mit Sting singen. Seine Beschäftigung mit dem englischen Lauten-Komponisten John Dowland samt CD-Veröffentlichung ('Songs From The Labyrinth', 2006) hat mich fasziniert. Doch es müsste ein sinnvolles und gemeinsames Projekt geben. Einfach nur im Rahmen eines grossen Konzerts zu singen, interessiert mich nicht", meinte Bartoli.

Sting habe sie bei einem TV-Programm in Deutschland kennengelernt, bei dem beide Gäste waren. "Wir haben gesprochen, doch wir haben uns dann aus den Augen verloren. Doch ich bin jederzeit zu einer Zusammenarbeit bereit", sagte Bartoli. Ausserhalb der klassischen Musik liebe sie Rock. "Ich liebe Rock, doch es fehlen starke Gruppen alter Zeiten wie Pink Floyd oder die Rolling Stones", meinte Bartoli.