Regierungsrat zum Corona-Virus

Carmen Walker Späh: «Das Instrument der Kurzarbeit wird rege genutzt»

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP),

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP),

So äussert sich die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin zur Lage rund um das Corona-Virus.

Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) wies gestern Abend darauf hin, dass durch das neue Virus «alle Bereiche unseres Lebens und Arbeitens» betroffen seien. Die Volkswirtschaftsdirektion werde alle ihre Kräfte in die Bewältigung dieser anspruchsvollen Situation stecken, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und den Unternehmern das Durchhalten zu ermöglichen.

«Mit der Arbeitslosenversicherung und dem Instrument der Kurzarbeit sind wirksame Instrumente vorhanden, die bereits mehrfach erprobt sind und gezielt eingesetzt werden können», sagte Walker Späh. Gerade das Instrument der Kurzarbeit werde derzeit im Kanton rege genutzt. Seit Ende Februar, also in bloss zwei Wochen, hätten rund 550 Unternehmen mit gegen 10000 betroffenen Mitarbeitenden Kurzarbeit beim Amt für Wirtschaft und Arbeit angemeldet. Die Voranmeldungen seien damit «explosionsartig angestiegen» und würden inzwischen aus allen Branchen stammen. Laut Walker Späh stellt «dieses unglaubliche Volumen» das Amt vor grosse Herausforderungen, zumal das Interesse an der Kurzarbeit wohl noch zunehmen werde. Doch werden diese Anmeldungen pragmatisch behandelt, wie Walker Späh vor den Medien ausführte.

Pragmatisch zeigt man sich auch bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren: Diese führen Beratungen derzeit telefonisch durch. Auch dies leistet einen kleinen Beitrag dazu, dass sich das Corona-Virus langsamer ausbreitet. Denn dadurch werden letztlich weniger Fahrten in Bus und Bahn notwendig. «Es fallen in den Zentren täglich 1500 Beratungsgespräche weg», sagte die Volkswirtschaftsdirektorin.
Carmen Walker Späh wird zusammen mit Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) eine kantonale Taskforce Wirtschaft einberufen. «Diese dient der Lagebeurteilung und Erarbeitung von weiteren Massnahmenvorschlägen zuhanden der Regierung.» Der finanzielle Spielraum des Kantons soll für die zielgerichtete und effiziente Unterstützung der Wirtschaft genutzt werden. Für den engen und direkten Austausch mit der Wirtschaft wird gemäss Walker Späh zudem auch noch ein virtueller Round Table einberufen. (og)

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