Zürcher News 2013

«Carlos», die Sexboxen und die eigene Polizei hielten Zürich 2013 auf Trab

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Herr und Frau Zürcher können auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Begonnen bei der Verurteilung von SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger über die Eröffnungen der Sexboxen und das Nein zu einem Fussballstadion bis hin zu korrupten Polizisten.

Zwei spektakuläre GerichtsfälleBruno Zuppiger, ehemals SVP-Nationalrat und -Bundesratskandidat, wird zu 13 Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte eine Erbschaft in Höhe von 240 000 Franken veruntreut, um Schulden seiner Treuhandfirma zu zahlen.Ebenfalls im Januar urteilt das Bezirksgericht Horgen im Zwillingsmord-Prozess: Bianca G. wird wegen Mordes an ihren siebenjährigen Zwillingen an Weihnachten 2007 und wegen der vorsätzlichen Tötung ihres ersten Babys 1999 zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Anfang Dezember bestätigt das Zürcher Obergericht das Urteil.

Januar

Zwei spektakuläre GerichtsfälleBruno Zuppiger, ehemals SVP-Nationalrat und -Bundesratskandidat, wird zu 13 Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte eine Erbschaft in Höhe von 240 000 Franken veruntreut, um Schulden seiner Treuhandfirma zu zahlen.Ebenfalls im Januar urteilt das Bezirksgericht Horgen im Zwillingsmord-Prozess: Bianca G. wird wegen Mordes an ihren siebenjährigen Zwillingen an Weihnachten 2007 und wegen der vorsätzlichen Tötung ihres ersten Babys 1999 zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Anfang Dezember bestätigt das Zürcher Obergericht das Urteil.

Züri Fäscht lockt rund 2,3 Millionen Besucher anWährend dreier Tage lockt das Züri  Fäscht rund 2,3 Millionen Besucher ans Seebecken. Trotz der Besuchermassen geht das Fest ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne - wie auch einen Monat später die Street Parade mit knapp einer Million Menschen.

Juli

Züri Fäscht lockt rund 2,3 Millionen Besucher anWährend dreier Tage lockt das Züri Fäscht rund 2,3 Millionen Besucher ans Seebecken. Trotz der Besuchermassen geht das Fest ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne - wie auch einen Monat später die Street Parade mit knapp einer Million Menschen.

Sexboxen gehen in BetriebEnde August wird der Strichplatz in Zürich Altstetten eröffnet. Der Stadtrat will damit die Strassenprostitution in den Griff bekommen. Fachstellen kritisieren, dass durch die gleichzeitig verschärften Kontrollen im anderen Teilen der Stadt der Druck auf Prostituierte steigt. Nach zwei Monaten bilanzieren die Behörden, dass auf dem Strichplatz nur halb so viele Prostituierte wie zuvor am Sihlquai anschaffen. Dennoch gebe es keine Verlagerung in andere Stadtteile oder Gemeinden. Fachleute vermuten, einige Prostituierte seien ins Ausland abgewandert.Ebenfalls Ende August wird der Fall «Carlos» publik. Das Sondersetting, mit dem ein Zürcher Jugendlicher, der seit seinem 11. Lebensjahr straffällig ist und zuletzt einen Gleichaltrigen erstochen hat, resozialisiert werden sollte, kostet 29 200 Franken pro Monat. Die SRF-Sendung «Reporter» löst eine monatelange Debatte über Massnahmen für straffällige Jugendliche aus.

August

Sexboxen gehen in BetriebEnde August wird der Strichplatz in Zürich Altstetten eröffnet. Der Stadtrat will damit die Strassenprostitution in den Griff bekommen. Fachstellen kritisieren, dass durch die gleichzeitig verschärften Kontrollen im anderen Teilen der Stadt der Druck auf Prostituierte steigt. Nach zwei Monaten bilanzieren die Behörden, dass auf dem Strichplatz nur halb so viele Prostituierte wie zuvor am Sihlquai anschaffen. Dennoch gebe es keine Verlagerung in andere Stadtteile oder Gemeinden. Fachleute vermuten, einige Prostituierte seien ins Ausland abgewandert.Ebenfalls Ende August wird der Fall «Carlos» publik. Das Sondersetting, mit dem ein Zürcher Jugendlicher, der seit seinem 11. Lebensjahr straffällig ist und zuletzt einen Gleichaltrigen erstochen hat, resozialisiert werden sollte, kostet 29 200 Franken pro Monat. Die SRF-Sendung «Reporter» löst eine monatelange Debatte über Massnahmen für straffällige Jugendliche aus.

Polizisten unter KorruptionsverdachtIm Rahmen einer Razzia im Sexklub «Chilli's» werden auch Angehörige der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu/Sexualdelikte, verhaftet. Sie stehen unter Korruptionsverdacht. Drei von fünf verhafteten Polizisten müssen in Untersuchungshaft. Sie sollen Personen aus dem Rotlichtmilieu vor Polizeikontrollen gewarnt und auf Anzeigen verzichtet haben. Als Gegenleistung nahmen sie gemäss Staatsanwaltschaft sexuelle Dienstleistungen in Anspruch und erhielten Gratisgetränke oder Essen. Ebenfalls im November kommt es im Zuge der Affäre Mörgeli zum Eklat an der Universität Zürich: Rektor Andreas Fischer tritt per sofort zurück.

November

Polizisten unter KorruptionsverdachtIm Rahmen einer Razzia im Sexklub «Chilli's» werden auch Angehörige der Stadtpolizei Zürich, Fachgruppe Milieu/Sexualdelikte, verhaftet. Sie stehen unter Korruptionsverdacht. Drei von fünf verhafteten Polizisten müssen in Untersuchungshaft. Sie sollen Personen aus dem Rotlichtmilieu vor Polizeikontrollen gewarnt und auf Anzeigen verzichtet haben. Als Gegenleistung nahmen sie gemäss Staatsanwaltschaft sexuelle Dienstleistungen in Anspruch und erhielten Gratisgetränke oder Essen. Ebenfalls im November kommt es im Zuge der Affäre Mörgeli zum Eklat an der Universität Zürich: Rektor Andreas Fischer tritt per sofort zurück.

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