Für die neue Nutzung des Militärflugplatzes müssen die Sachpläne des Bundes für die militärische sowie für die zivile Luftfahrt angepasst werden. Für diese beiden Prozesse hat am Montag die Anhörung der Behörden begonnen, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) mitteilte. Ab dem 24. August kann sich auch die Bevölkerung zu den Plänen zu äussern.

Im vergangenen September hatte der Bundesrat beschlossen, den Militärflugplatz Dübendorf künftig als ziviles Flugfeld und als Basis für die Helikopter der Luftwaffe zu nutzen. Zudem soll auf einem Teil des Areals die Errichtung des Hub-Standorts Zürich des nationalen Innovationsparks ermöglicht werden.

Stellungnahmen bis am 23. SeptemberDer Bund und der Kanton Zürich haben am Montag die Behörden der betroffenen Gemeinden über das Anhörungsverfahren informiert. Bis am 23. September können Stellungnahmen zu den Anpassungen im Sachplan Militär (SPM) und im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) beim BAZL eingereicht werden.

Mit den Änderungen im Sachplan Militär gibt der Bund das für den Innovationspark benötigte Areal planerisch frei und ermöglicht die Umnutzung des Flugplatzes für zivile Zwecke, wie das Bundesamt schreibt. Dabei würden auch die Lärmbelastungskurven, welche noch den Betrieb mit Kampfjets abbilden, enger gezogen.

Um den Militärflugplatz in ein ziviles Flugfeld umnutzen zu können, ist aber auch die Änderung des für die schweizerische Zivilluftfahrt massgeblichen Sachplans nötig. Die Rahmenbedingungen für den zivilen Flugbetrieb und die Infrastruktur des Flugplatzes werden dann zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.