Hohlstrasse
Bundesgericht muss sich mit Baulinien für Hohlstrasse befassen

Das Bundesgericht muss sich mit den Baulinien für die Zürcher Hohlstrasse befassen. Das Stadtzürcher Parlament hat am Mittwoch das Urteil des Verwaltungsgerichts weitergezogen.

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Ursprünglich hätte die Hohlstrasse zwischen Hardplatz und Seebahnstrasse sogar zu einem Boulevard mit einer Breite von 36 Metern werden sollen.

Ursprünglich hätte die Hohlstrasse zwischen Hardplatz und Seebahnstrasse sogar zu einem Boulevard mit einer Breite von 36 Metern werden sollen.

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Ursprünglich hätte die Hohlstrasse zwischen Hardplatz und Seebahnstrasse sogar zu einem Boulevard mit einer Breite von 36 Metern werden sollen. Von dieser Idee kam der Stadtrat aber ab, und im Januar 2012 setzte der Gemeinderat die Baulinien für besagten Abschnitt auf 28 statt der geltenden 24 Meter fest.

Die Verbreiterung sei notwendig, um die regional klassierte Veloroute, gesicherte Übergänge für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie normgerechte Tramhaltestellen zu ermöglichen, hiess es vom Stadtrat.

Ein betroffener Grundeigentümer rekurrierte gegen diesen Entscheid beim Baurekursgericht - blitzte aber ab. Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde im August 2013 jedoch teilweise gut.

Am Mittwoch musste das Parlament über das weitere Vorgehen entscheiden. Der Stadtrat empfehle dem Gemeinderat einen Weiterzug, sagte die zuständige Stadträtin Ruth Genner (Grüne). Das Bundesgericht soll gemäss Genner den Paradigmenwechsel des Verwaltungsgerichts klären.

Bisher musste man erst den Strassenraum sichern und dann ein Projekt vorlegen, wie Genner weiter sagte. Das Verwaltungsgericht habe nun eine Änderung vorgenommen und sich bei seinem Urteil auf das konkrete Projekt gestützt.

SVP, FDP und CVP gegen Weiterzug

SVP, FDP und CVP waren gegen einen Weiterzug. Beim Urteil des Verwaltungsgericht handle es sich um einen Zwischenentscheid: Ob das Bundesgericht überhaupt darauf eingehe, bleibe offen, sagte der SVP-Sprecher. Das Parlament stimmte dem Weiterzug schliesslich aber mit 72 Ja- zu 46 Nein-Stimmen zu.

Baulinien dienen in erster Linie dazu, Land für Strassenräume und künftige Vorhaben wie neue Tramlinien, Fuss- oder Velowege sowie Baumreihen zu sichern. Sie definieren den Abstand, den Bauten zur Strasse einhalten müssen. Für die Festsetzung der Baulinien ist der Gemeinderat zuständig.

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