Zürich

Bundesgericht muss Ferienregelung des Hortpersonals beurteilen

Der Ferienanspruch soll gekürzt werden (Archivbild)

Der Ferienanspruch soll gekürzt werden (Archivbild)

Zwischen den HortleiterInnen und der Stadt Zürich ist die Stimmung getrübt. Streitpunkt ist unter anderem die Ferienregelung. Die Stadt zieht nun ein Urteil des Verwaltungsgerichts ans Bundesgericht weiter.

Dem städtischen Personal stehen grundsätzlich vier bis sechs Wochen Ferien zu. Jahrzehntelang gewährte die Stadt Zürich den Hortleiterinnen mehr Ferien (fünf bis acht Wochen), um spezielle Lasten ihrer Arbeit zu kompensieren.

Als die Stadt die Ansprüche auf das übliche Mass anpassen wollte, setzte sich die Gewerkschaft VPOD für die Hortleiterinnen zur Wehr. Diese Anpassung sei eine Diskriminierung in einem typischen Frauenberuf. Der Bezirksrat lehnte den Rekurs ab. Der VPOD gelangte ans Verwaltungsgericht.

Das Verwaltungsgericht sah in seinem Urteil Mitte Januar zwar keine sachlichen Gründe dafür, dass Hortleiterinnen und Hortleiter mehr Ferien haben sollen als das übrige städtische Personal.

Das Gericht ging aber davon aus, dass sich die Kürzung des Ferienanspruchs diskriminierend zu Lasten eines typischen Frauenberufes auswirkt und diese Diskriminierung beseitigt werden müsste. Diese Rechtslage möchte die Stadt vom Bundesgericht klären lassen, wie eine Sprecherin des Schulamtes am Montag im Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio SRF sagte.

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