Die Initianten wollen mit der Vorlage erreichen, dass "die zuständigen Organe" dazu verpflichtet werden, sich mit "allen ihnen zur Verfügung stehenden politischen, demokratischen und rechtlichen Mitteln" gegen den Bau des Strassenprojekts "Uster West" zu wehren.

Der Gemeinderat erklärte die Initiative im Januar 2014 aber für ungültig. Der Bezirksrat bestätigte diese Einschätzung. Anderer Meinung war jedoch das Verwaltungsgericht: Es stufte die Initiative Ende Juli 2015 als gültig ein und wies den Ustermer Stadtrat an, die Initiative erneut dem Gemeinderat zu unterbreiten.

Dies wollte der Ustermer Stadtrat aber verhindern. Er gelangte ans Bundesgericht. Vergeblich, wie aus dem Urteil hervorgeht, das die Initianten am Donnerstag veröffentlichten. Eine Gemeinde sei in Stimmrechtssachen gar nicht beschwerdeberechtigt. Das Bundesgericht lehnte die Beschwerde der Stadt Uster deshalb ab. Die Vorlage kommt nun somit erneut in den Gemeinderat und schliesslich vors Volk.

Bauarbeiten hätten dieses Jahr starten sollen

Die Umfahrungsstrasse "Uster West" beschäftigt Politik und Justiz seit Jahren. Die Gegner führen vor allem Argumente des Umwelt- und Naturschutzes ins Feld, die Befürworter die Verkehrsentlastung des Ustermer Stadtzentrums.

Geplant ist eine 1150 Meter lange Strasse mit einer 470 Meter langen Brücke über die SBB-Linie. Am 22. Oktober 2012 hatte der Kantonsrat 21 Millionen Franken für die Umfahrungsstrasse bewilligt. Nach Annahme der Kulturlandinitiative musste das Projekt jedoch angepasst werden. Ursprünglich hätten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr starten sollen.