Anfänglich zu dritt, nach zwei Überfällen nur noch zu zweit, sind die jungen Männer zwischen Januar bis März 2010 nachts in Wohnungen eingestiegen. In Schlieren weckten sie einen 51-jährigen Mann, bedrohten ihn mit einem Messer, fesselten ihn und zwangen ihn unter der Drohung, ihm einen Finger abzuschneiden, den PIN-Code seiner Bankkarte herauszugeben. In Opfikon und Uster gingen sie ähnlich vor.

Das Obergericht verurteilte die Männer wegen mehrfachen Raubes zu Freiheitsstrafen von neun, elf und zwölf Jahren. Die Oberstaatsanwaltschaft legte Beschwerde beim Bundesgericht ein: Bei drei der begangenen Raubüberfälle seien schwerwiegendere Tatbestände erfüllt worden als vom Zürcher Obergericht festgestellt. Das Bundesgericht gibt der Oberstaatsanwaltschaft nun nur in einem der Fälle Recht, womit eine höhere Strafe verhängt werden kann. Darüber wird das Obergericht nochmals befinden müssen. (SDA/BHI)