Bundesfeier-Rede
Natalie Rickli ruft zum Impfen auf

Die Gesundheitsdirektorin wandte sich an ihren 1.-August-Auftritten auch an jene, die seit Monaten die Coronamassnahmen kritisieren.

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Natalie Rickli rief dazu auf, die «Freiheiten, die wir heute haben», zu geniessen.

Natalie Rickli rief dazu auf, die «Freiheiten, die wir heute haben», zu geniessen.

Archivbild: Keystone

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) hat in ihren 1.-August-Reden in Feuerthalen und Neftenbach zum Impfen aufgerufen. «Dies ist der beste Weg, Corona hinter uns zu lassen.» Angesichts der aktuell noch tiefen Zahlen bei den Spitaleinweisungen und den Todesfällen seien zusätzliche Massnahmen nicht gerechtfertigt. In dieser Phase sei es aber das Ziel, dass sich noch mehr Menschen impfen lassen würden, sagte Rickli gemäss Redetext.

In ihrer Rede richtete sich die SVP-Regierungsrätin auch an jene, die seit Monaten die Massnahmen kritisieren. Sie habe Verständnis für jede und jeden, der Mühe habe, wenn der Staat die persönliche Freiheit einschränke. Auch Schimpfen und Kritisieren gehöre dazu. Unterschiedliche Ansichten seien die Stärke einer Demokratie.

«Besser durch die Krise gekommen als andere»

Eigenverantwortung heisse aber auch, sich an notwendige Massnahmen zu halten, um Schaden von anderen und der Gemeinschaft abzuhalten. «Damit die Freiheit erhalten werden kann, müssen manchmal Einschränkungen in Kauf genommen werden», sagte sie. Prävention sei nun mal nicht «sexy», das liege in der Natur der Sache. Wenn sie funktioniere und das Problem verhindert werde, habe man im Nachhinein den Eindruck, sie sei nicht nötig gewesen.

Unter dem Strich findet Rickli trotzdem, dass die Schweiz «besser durch die Krise gekommen ist als fast alle anderen Länder der Welt». Dies liege am pragmatischen Mittelweg zwischen Einschränkungen und Laisser-faire, zwischen Zwang und Freiheit.

Kein Auftritt in Winterthurer Alterszentrum

«Stellen Sie sich vor, wir hätten wie viele andere Länder ein Ausgehverbot erlassen und die Menschen in ihren Häusern eingesperrt.» Die Gesundheitsdirektorin rief dazu auf, die «Freiheiten, die wir heute haben», zu geniessen.

«Sie sind uns so richtig bewusst worden, als wir sie über viele Monate nicht mehr hatten.»

Ursprünglich wollte die Gesundheitsdirektorin am Nationalfeiertag auch noch in einem Winterthurer Alterszentrum reden. Der Anlass wurde wegen des schlechten Wetters aber auf Samstag vorverlegt, was bei Rickli eine Terminkollision ergab. Sie musste deswegen absagen. (sda)

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