Das Bundesgericht hatte im Dezember 2010 die Flughafen Zürich AG verpflichtet, dem BAZL ein Schallschutzkonzept vorzulegen. Dieses sieht Massnahmen zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor, die von den morgendlichen Südanflügen besonders stark betroffen sind.

Gemäss dem vom BAZL nun genehmigten Konzept sollen an den Schlafzimmerfenstern exponierter Wohnliegenschaften ein Schliessmechanismus eingebaut werden. Vom Konzept profitieren rund 1300 Gebäude in den Gemeinden Opfikon-Glattbrugg, Wallisellen, Zürich und Dübendorf. Dank dem Mechanismus soll die Bevölkerung weniger durch Fluglärm geweckt werden.

Laut BAZL wurde der Perimeter im Konzept jedoch nicht nach akustischen Kriterien festgesetzt. Das Bundesamt verpflichtet deshalb den Flughafen, innerhalb von zwei Jahren ein ergänzendes Schutzkonzept vorzulegen, das diese Kriterien berücksichtigt.

Im ergänzenden Schutzkonzept muss der Flughafen das zu schützende Gebiet definieren. Dabei sollen die neuesten Erkenntnisse aus der Lärmforschung Berücksichtigung finden. Die nötigen Anpassungen sollen dann in einer zweiten Phase erfolgen.