Bülach
Bülach budgetiert Defizit und will ein Sparprogramm starten

Nach fünf Jahren mit Überschüssen sieht das Budget der Stadt Bülach für 2014 ein Defizit von über 3 Millionen Franken vor. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat eine Steuerfusserhöhung und will ein Sparprogramm starten.

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Keystone

Über das Budget entscheidet der Gemeinderat am 9. Dezember. Der Voranschlag sieht bei 129,8 Millionen Ertrag und 133,1 Millionen Franken Aufwand einen Aufwandüberschuss von 3,3 Millionen Franken vor, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Er beantragt dem Gemeinderat, den Steuerfuss um 2 Prozentpunkte auf 94 Prozent zu erhöhen.

Aufgrund der Hochrechnung hat die Stadt den Steuerertrag um 6 Prozent nach unten korrigiert. Vor allem die Grundsteuern werden gemäss Mitteilung mit 4 Millionen um 4,6 Millionen Franken tiefer budgetiert als im Vorjahr.

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen betragen 23,6 Millionen Franken. Die grössten Vorhaben sind die Sanierung des Schulhauses Schwerzgrueb, der Ersatz des Kindergartens Witewise, die sechste Sanierungsetappe bei der Stadthalle sowie eine neue Grossturnhalle.

Strukturelle Defizite ausgleichen

Die Rechnungen der Stadt Bülach schlossen in den vergangenen fünf Jahren mit einem positiven Saldo von gesamthaft 32,1 Millionen Franken ab, und das Eigenkapital stieg in dieser Zeit auf rund 80 Millionen Franken. Der Finanzplan 2013 bis 2017 zeige aber, dass in Zukunft mit einem jährlichen Defizit zwischen 7 und 8 Millionen Franken zu rechnen sei, so der Stadtrat.

Er will deshalb mit einem Sparprogramm das strukturelle Defizit mittelfristig wieder ausgleichen. Unter anderem sollen Umfang und Qualität der Leistungen zugunsten der Bevölkerung, die Effizienz der Verwaltung und die Erträge aus Steuern und Gebühren überprüft und das Investitionsprogramm für die nächsten Jahre gekürzt werden.

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