Pro Infirmis

«Büro für Leichte Sprache» macht Kompliziertes verständlich

Das Bundesamt für Statistik geht davon aus, dass rund 800'000 Menschen in der Schweiz nicht richtig lesen und schreiben können (Themenbild).

Das Bundesamt für Statistik geht davon aus, dass rund 800'000 Menschen in der Schweiz nicht richtig lesen und schreiben können (Themenbild).

Was kompliziert daherkommt, lässt sich ab sofort einfach schreiben: Das Büro für Leichte Sprache übersetzt schwierige Texte in Leichte Sprache.

Schwurbelsätze, Fachjargon, Schlangenwörter: Viele Menschen können derartige Texte nicht verstehen. Um ihnen zu helfen, hat Pro Infirmis Zürich jetzt einen speziellen Service geschaffen: das Büro für Leichte Sprache. Es bringt Kompliziertes in eine verständliche Form.

Ziel von Pro Infirmis ist es, allen Menschen die Möglichkeit zu geben, Briefe, Formulare und dergleichen zu lesen und zu verstehen. Denn nur, wer informiert ist, hat die Chance mitzureden, wie Pro Infirmis am Mittwoch mitteilte. Zudem habe die Schweiz letztes Jahr die Uno-Behindertenkonvention unterzeichnet, welche ein Recht auf Information definiere.

Das Büro für Leichte Sprache richtet sich deshalb an alle Organisationen, welche ihre Informationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Zwei fest angestellte Mitarbeiterinnen sowie bei Bedarf eingesetzte Übersetzerinnen und Übersetzer bringen die Texte in eine verständliche Form.

Um sicherzustellen, dass die Übersetzung tatsächlich leicht verständlich ist, gibt es - so die Mitteilung - Prüferinnen und Prüfer: Menschen mit Lern- oder Wahrnehmungsbeeinträchtigung sehen die Texte durch.

Das Zürcher Büro für Leichte Sprache ist das zweite in der Schweiz. Letzten Herbst eröffnete das Basler WohnWerk ein gleiches Angebot, wie es auf der Website des Nationalen Branchenverbandes der Institutionen für Menschen mit Behinderung (INSOS) heisst. In Deutschland und Österreich gibt es solche Übersetzungsangebote seit Jahren.

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