Illegal
Brasilianerin wegen Schwarzarbeit ausgeschafft

Im April erwischte die Zürcher Polizei eine Brasilianerin, welche sich illegal in der Schweiz aufhielt. Sie gab zu, schwarz Hilfsarbeiten bei Gutbetuchten zu verrichten. Nun muss die Brasilianerin auch die Konsequenzen tragen. Sie wurde ausgeschafft.

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Putzen und Bügeln ohne angemeldet zu sein. Das ist illegal.

Putzen und Bügeln ohne angemeldet zu sein. Das ist illegal.

AZ

Die Zürcher Kantonspolizei hat einer 51-jährigen Brasilianerin Schwarzarbeit in neun Fällen nachgewiesen. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde die Frau in ihr Heimatland ausgeschafft und mit einer Einreisesperre belegt. Die Brasilianerin war im April in eine Routinekontrolle der Polizei geraten. Dabei konnte sie sich nicht ausweisen und gestand, illegal in der Schweiz zu sein, wie es in der Mitteilung der Kantonspolizei vom Dienstag heisst. Weiter gab sie an, bei einem Freund im Bezirk Dietikon zu wohnen.

Fremde Schlüssel

Bei der Vorbereitung der freiwilligen Ausreise stellte die Polizei verschiedene Hausschlüssel sicher, die nicht zur Wohnung des Freundes gehörten. Die 51-Jährige gab sofort zu, für verschiedene Personen in Zürich als Haushaltshilfe ohne entsprechende Bewilligung zu arbeiten. Die Ermittlungen führten zu neun Arbeitgebern, bei denen die Verhaftete Putz- und Bügelarbeiten verrichtet hatte. Es handle sich dabei ausschliesslich um gutverdienende Personen aus dem Banken-, Bau-, und Wirtschaftsbereich, so die Polizei.

Ausgeschafft

Die Brasilianerin habe etwa seit August 2010 illegal gearbeitet und für ihre Tätigkeiten einen Stundenlohn zwischen 25 und 30 Franken erhalten, ohne dass sie bei den Sozialversicherungen angemeldet gewesen sei. Die Gesamtlohnsumme belaufe sich auf rund 5'500 Franken.

Die Schwarzarbeiterin wurde inzwischen nach Brasilien ausgeschafft und mit einer Einreisesperre belegt. Die Arbeitgeber müssen sich wegen Beschäftigung einer ausländischen Person ohne Bewilligung vor der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl verantworten. (sda)