Zoo Zürich
Blutbrustpaviane brachen beinahe aus ihrem Gehege aus

Am Wochenende sind beinahe Blutbrustpaviane aus dem Zoo Zürich entwichen.

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Für die Besucher bestand keine Gefahr. Die Blutbrustpaviane sind die einzigen Primaten, die Gras fressen.

Für die Besucher bestand keine Gefahr. Die Blutbrustpaviane sind die einzigen Primaten, die Gras fressen.

Keystone

Am Samstag kurz nach 12 Uhr spazierten Blutbrustpaviane sogenannte «Dscheladas» auf der Aussenmauer ihres Geheges herum - trotz Elektrodraht und drei Metern Höhe. Indem ein Tierpfleger mit einer Futter-Box rasselte konnten die Tiere aber rechtzeitig wieder ins Innern ihres Geheges gelockt werden, sagt Zoo-Kurator Robert Zingg gegenüber «20min».

Ein solcher Fast-Ausbruch habe es bei den Dscheladas noch nie gegeben. Dennoch meint Zingg: «Wir sind aber nicht überrascht, denn Klettern ist ihre grosse Spezialität.»

Bei den Fast-Ausbrechern handelt es sich um junge Männchen, die noch keine Verantwortung tragen als Haremsführer, berichtet «20min».

 Auf diesen Mauern im afrikanischen Gebirge im Zoo Zürich spazierten die Dscheladas herum.

Auf diesen Mauern im afrikanischen Gebirge im Zoo Zürich spazierten die Dscheladas herum.

Keystone

Nicht gefährlich

Robert Zingg schildert weiter, dass bei einem tatsächlichen Ausbruch der Dscheladas nichts passieren würde. Denn die Tiere haben eine Tendenz zusammen zu bleiben und würden aus diesem Grund schnell wieder zurückkehren. Zudem seien sie die einzigen Primaten, die sich nur von Gras ernähren. Die Besucher müssten sich also nicht vor ihnen fürchten.

Trotzdem werde man die Überwindung des Elektrozauns untersuchen und sich Gedanken darüber machen, sagt Robert Zingg. Es sei aber immer eine Frage der Risikoabwägung: «Braucht es wirklich für solche Tiere einen Hochsicherheitstrakt, nur weil einmal etwas passiert ist?» (lgi)