Wahlen 2011/ZH

Blocher ohne Lokalbonus: Herrliberg wählte Gutzwiller

Offen, wer ins Stöckli zieht: Christoph Blocher (SVP), Felix Gutzwiller (FDP), Verena Diener (GLP).  bieri / key

Offen, wer ins Stöckli zieht: Christoph Blocher (SVP), Felix Gutzwiller (FDP), Verena Diener (GLP). bieri / key

Ständeratskandidat Christoph Blocher konnte bei den Wahlen nicht auf den Lokalbonus zählen: Seine Wohngemeinde Herrliberg wählte nicht den SVP-Übervater auf Platz 1, sondern seinen Konkurrenten Felix Gutzwiller von der FDP.

Gutzwiller erreichte beim ersten Wahldurchgang vom Sonntag 1235 Stimmen, Blocher mit 1073 knapp zweitausend Stimmen weniger. Beide hätten in Herrliberg aber das absolute Mehr erreicht und wären gewählt worden. Auf den dritten Rang schaffte es Verena Diener (GLP) mit 913 Stimmen.

Einheimischen-Bonus hatte hingegen Verena Diener in Zürich. Ihr Zürcher Wahlkreis wählte die bisherige GLP-Ständerätin mit 7784 Stimmen auf Platz 1 - obwohl FDP-Konkurrent Gutzwiller nur wenige Strassen entfernt ebenfalls am Zürichberg wohnt.

Gutzwiller erreichte im gleichen Wahlkreis 7441 Stimmen und verpasste im Gegensatz zu Diener das absolute Mehr.

Rümlanger wählten Christoph Blocher auf Platz 1

Thomas Hardegger wurde von seiner eigenen Gemeinde nicht prioritär auf den Wahlzettel gesetzt. Die Rümlangerinnen und Rümlanger gaben ihrem Gemeindepräsidenten zwar beachtliche 605 Stimmen und brachten ihn damit auf Platz 2.

Am beliebtesten war jedoch SVP-Kandidat Christoph Blocher. Er erreichte 688 Stimmen und hätte das absolute Mehr geschafft.

CVP-Kandidat Urs Hany, der Verlierer dieses Wahlsonntags, war bei der Ständeratswahl nicht einmal an seinem eigenen Wohnort erfolgreich: Die Einwohner von Niederhasli gaben Blocher fast drei Mal mehr Stimmen als ihrem lokalen Volksvertreter Hany.

918 Personen stimmten für Blocher, nur 346 für Hany. Auf die Plätze zwei und drei schafften es in Niederhasli Gutzwiller und Diener.

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