Der Blitzeinschlag um 19.50 Uhr führte zum Ausfall zweier Hochspannungsleitungen zwischen den Unterwerken Fällanden und Sempersteig. Im Niederspannungsnetz (230/400 Volt) erfolgte ein kurzzeitiger Spannungseinbruch auf sehr tiefe 68 Volt, hält das ewz nach Auswertung des Vorfalls in einer Mitteilung vom Mittwoch fest.

"Ein solch massiver Spannungseinbruch ist sehr ungewöhnlich." In den Zürcher Haushaltungen habe dieser durch kurzes Flackern des Lichtes wahrgenommen werden können. Die Schutzeinrichtungen der betroffenen Unterwerke hätten innert kürzester Zeit reagiert und das städtische Stromnetz vor möglichen Schäden bewahrt, schreibt das ewz weiter.

Während die Stromversorgung der Haushalte gewährleistet war, standen am Samstagabend wegen des Blitzeinschlages in der Stadt Zürich sämtliche Trams still. Die Schutzeinrichtungen der 44 Gleichrichterstationen, welche die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) mit Strom für ihr Netz versorgen, hätten "ebenfalls rechtzeitig ausgelöst", heisst es in der Mitteilung.

So habe "die sensible Gleichstrom-Infrastruktur geschützt" werden können. 33 Stationen schalteten sich danach automatisch wieder zu, elf mussten vor Ort kontrolliert und wieder manuell eingeschaltet werden. Kurz vor 23 Uhr war die Störung auf dem VBZ-Netz dann behoben.