Prävention
Blaues Kreuz will Alkoholsponsoring im Sport bekämpfen

Sport und Alkohol passen nicht zusammen. Das findet das Blaue Kreuz des Kantons Zürich. Aus diesem Grund plant der Suchtpräventions-Verband eine kantonale Volksinitiative, welche Alkoholsponsoring an Sportanlässen verbieten will.

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Werbung für Alkohol im Sport soll verboten werden. (Symbolbild)

Werbung für Alkohol im Sport soll verboten werden. (Symbolbild)

Keystone

Ein schweizweites Werbeverbot für Spirituosen ist bei Sportveranstaltungen seit Jahren in Kraft. Das Blaue Kreuz will dieses Werbeverbot im Kanton Zürich nun auf sämtliche alkoholische Getränke ausweiten.

Jugendliche zum Trinken zu animieren

Die Alkoholindustrie, insbesondere die internationalen Bierbrauereien, würden jährlich Hunderte von Millionen Franken ins Sportsponsoring investieren, schreibt das Blaue Kreuz in einer Mitteilung vom Dienstag. Spitzensportler würden dabei als Botschafter missbraucht, um Jugendliche zum Trinken zu animieren.

Besonders präsent sei die Bierwerbung bei Fussball- und Eishockeyspielen. Dass der problematische Konsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugenommen habe, sei vor diesem Hintergrund nicht erstaunlich. Gerade bei Sport-Grossveranstaltungen seien die Auswirkungen offensichtlich.

Die Verknüpfung von Alkohol und Sport unterläuft gemäss dem Blauen Kreuz alle Präventionsbemühungen und ist «aus ethischer Sicht verwerflich». Mitte Mai 2012 will der Verband an einer Versammlung beschliessen, ob die Initiative «Für die Jugend - Gegen Alkohol im Sport» definitiv lanciert wird.