Chur/Zürich
Bischof Huonder äussert Verständnis für Zürcher Bistumspläne

Der Bischof des Bistums Chur, Vitus Huonder, hat nach Ansicht des Zürcher Synodalrats Verständnis für die Gründung eines Zürcher Bistums. Ein Treffen am Donnerstag sei «in einer guten, offenen und konstruktiven Atmosphäre» verlaufen.

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Der Churer Bischof Vitus Huonder (Archiv)

Der Churer Bischof Vitus Huonder (Archiv)

Keystone

Am Gespräch in Chur nahm je eine Delegation der Bistumsleitung und des Synodalrats teil. Dabei habe der Bischof die Argumente der Synodalratsdelegation gehört und gesagt, er habe Verständnis für das Anliegen, sagte Synodalratspräsident Benno Schnüriger auf Anfrage.

Als nächsten Schritt habe Huonder angekündigt, in dieser Angelegenheit mit dem Apostolischen Nuntius zu sprechen. Falls sich eine Gelegenheit ergebe, werde er die Frage auch während des im Februar anstehenden Adlimina-Besuchs der Schweizer Bischöfe in Rom thematisieren. Im Frühling soll dann ein weiteres Treffen der beiden Delegationen stattfinden.

Die vom Synodalrat hervorgehobene «offene und konstruktive Atmosphäre» wollte das Bistum Chur auf Anfrage nicht kommentieren. Zuerst müsse sich der Bischof mit dem Nuntius in Bern und mit den Zuständigen in Rom austauschen. Damit werde eine differenzierte Beurteilung der Lage möglich, «in welche alle relevanten Aspekte einfliessen», teilte Mediensprecher Giuseppe Gracia mit.

Nicht von heute auf morgen

«Uns ist klar, dass die Gründung eines Bistums Zürich nicht von heute auf morgen passiert», sagte Schnüriger weiter. Es sei aber wichtig gewesen, die Diskussion in Gang zu bringen.

Im vergangenen Sommer hatte der Synodalrat der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und dem Churer Bischof ein Gesuch um Schaffung eines Bistums Zürich eingereicht. Damit erneuerten die Zürcher Katholiken ein an die SBK gerichtetes Gesuch von 1990. Dieses verschwand damals in der Schublade.