Bildungspolitik
Kantonsrat macht Druck für Sprachaufenthalte

Sprachaufenthalte für alle Gymnasiasten ‒ das fordert ein Postulat der FDP. Im Zürcher Kantonsrat erwies es sich als mehrheitsfähig.

Matthias Scharrer
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Der junge Rennfahrer Tom Lüthi während eines Sprachaufenthalts in Italien 2007.

Der junge Rennfahrer Tom Lüthi während eines Sprachaufenthalts in Italien 2007.

Keystone

Der Kantonsrat macht Druck, damit Zürcher Gymnasiasten ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern können: Gegen die Stimmen der SVP stimmte das Parlament am Montag einem Postulat zu, das Sprachaufenthalte ab der vierten Gymnasialklasse als Standardangebot fordert.

«Es geht darum, Austauschprojekte an allen Zürcher Gymnasien zu ermöglichen und zu fördern», heisst es in dem Vorstoss, den die FDP lanciert hatte. Die Sprachaufenthalte sollten laut dem Postulat vier Wochen bis sechs Monate dauern. Zudem solle die Regierung dafür eine Koordinationsstelle schaffen.

Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) zeigte sich offen für das Anliegen. Eine Fachstelle für Austausch und Mobilität an den Schulen habe die Bildungsdirektion bereits letzten Sommer gegründet. Sie sei nicht nur für die Gymnasien, sondern auch für die Volksschulen da. Der Regierungsrat muss nun innert zwei Jahren einen Bericht zu dem Postulat vorlegen. Kantonsratsmitglieder verschiedener Parteien äusserten Bedenken, dass die Forderung der FDP Volksschüler und Lehrlinge benachteilige.