Bezirksgericht Zürich
Wegen Blockade der Quaibrücke: Klima-Demonstrantin verurteilt

Das Bezirksgericht Zürich hat am Dienstag eine 19-jährige Klima-Demonstrantin aus Biel vom Vorwurf der Gewalt und Drohung gegen Beamte freigesprochen. Für die Teilnahme an der Blockade Quaibrücke in Zürich wurde sie jedoch verurteilt.

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Das Gericht verurteilte die Jus-Studentin zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen à 20 Franken. Diese muss sie jedoch nur bezahlen, wenn sie sich innert der nächsten zwei Jahre noch etwas zuschulden kommen lässt.

Die Klimaaktivistin beteiligte sich an der Blockade der Quaibrücke am 20. Juni 2020. Dabei soll sie gemäss Anklage zweimal versucht haben, einen Polizisten in die Hand zu beissen, als dieser sie von der Brücke trug.

Klimademonstranten blockierten am 20. Juni 2020 die Quaibrücke – Polizisten mussten sie wegtragen.

Biss-Vorwurf nicht bewiesen

Die Staatsanwaltschaft warf ihr zudem Nötigung sowie die Störung von Betrieben, welche der Allgemeinheit dienen, vor. Die Blockade habe zahlreiche Personen über Stunden daran gehindert, sich wie geplant fortzubewegen. Die Staatsanwaltschaft forderte eine bedingte Geldstrafe von 100 Tagessätzen à 20 Franken.

Den Biss-Vorwurf sah das Gericht jedoch als nicht bewiesen an. Deshalb erfolgte in diesem Punkt ein Freispruch. Die 19-Jährige erhält eine um die Hälfte reduzierte Prozessentschädigung von rund 6900 Franken. Die Gerichtskosten von 1200 Franken muss sie aufgrund des Freispruchs nur zur Hälfte tragen. (sda)

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