Bauprojekt
Bezirksgericht Meilen soll für 15 Millionen erweitert werden

Das Bezirksgericht von Meilen zügelt über die Strasse: Die öffentlichen Räume des Gerichts sollen in einem dreigeschossigen Neubau direkt gegenüber des heutigen Standortes untergebracht werden. Am Dienstagabend wurde das Siegerprojekt eines Architekturwettbewerbs präsentiert.

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Das Bezirksgericht zügelt auf die andere Strassenseite. (Symbolbild).

Das Bezirksgericht zügelt auf die andere Strassenseite. (Symbolbild).

Keystone

Das Meilemer Gerichtsgebäude ist erst 2009 um einen Anbau erweitert worden. Es wurde damals zwar ein "Minimum an Raumreserven geschaffen", wie es in den Unterlagen zum Architekturwettbewerb heisst. Eine grundlegende Anpassung an die heutigen Bedürfnisse habe jedoch nicht stattgefunden.

So sind die Gerichtssäle zu klein. Es stehen für die Prozessparteien nicht genügend Besprechungszimmer zur Verfügung. Der Archivraum ist ungenügend. Und auf dem Parkplatz des Gefängnisses mussten in Bürocontainern temporäre Arbeitsplätze eingerichtet werden.

Die Raumprobleme sollen nun mit einem dreigeschossigen Neubau auf dem südlichen Parkplatz behoben werden. Realisiert wird das Projekt "Friedberg" des Rapperswiler Büros "raumfindung architekten". Dieses ging aus 64 eingereichten Ideen als Sieger hervor. Es überzeugte durch seine "präzise Umsetzung des Raumprogramms und der funktionstypischen Abläufe".

Im Erdgeschoss des Neubaus befinden sich die stark frequentierten Räume. Dazu gehört der grosse Gerichtssaal, der gemäss einer Mitteilung der Baudirektion "durch eine ausserordentliche Raumhöhe seine Würde erlangt". Die weiteren Säle sowie mehrere Besprechungszimmer befinden sich in den oberen Geschossen.

Das Projekt "Friedberg" wird nun unter der Leitung des kantonalen Hochbauamtes und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksgericht weiterentwickelt. Bis im Herbst 2017 soll dem Regierungsrat und dem Kantonsrat ein bewilligungsfähiges Projekt vorgelegt werden können.

Der Neubau könnte 2022 bezugsbereit sein. Gemäss einer groben Schätzung wird mit Kosten von rund 15 Millionen Franken gerechnet.