Bevölkerungsumfrage
Zürcherinnen und Zürcher fühlen sich sicher in ihrer Stadt – meiden jedoch nachts bestimmte Orte

Eine Umfrage im Auftrag der Stadtpolizei bestätigt die guten Werte der Sicherheitsbefragung 2016. Allerdings meidet knapp die Hälfte der Befragten nachts bestimmte Orte.

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Während der Nacht fühlen sich 19 Prozent der Befragten eher oder ganz unsicher. 47 Prozent meiden aus Sicherheitsgründen nachts bestimmte Orte. Bei der letzten Befragung im Jahr 2016 waren dies noch 51 Prozent.

Während der Nacht fühlen sich 19 Prozent der Befragten eher oder ganz unsicher. 47 Prozent meiden aus Sicherheitsgründen nachts bestimmte Orte. Bei der letzten Befragung im Jahr 2016 waren dies noch 51 Prozent.

Archivbild: Severin Bigler / MAN

(sda) Die Zürcherinnen und Zürcher fühlen sich sicher in ihrer Stadt und vertrauen der Polizei. Eine Umfrage im Auftrag der Stadtpolizei bestätigt die guten Werte der Sicherheitsbefragung 2016. Allerdings meidet knapp die Hälfte der Befragten nachts bestimmte Orte.

Am Tag ist das Sicherheitsgefühl sehr hoch. Der Anteil der Personen, die sich sehr oder eher sicher fühlen liegt bei 98 Prozent, wie die Stadtpolizei am Donnerstag mitteilte.

Während der Nacht fühlen sich 19 Prozent der Befragten eher oder ganz unsicher. 47 Prozent meiden aus Sicherheitsgründen nachts bestimmte Orte. Bei der letzten Befragung im Jahr 2016 waren dies noch 51 Prozent. Unwohl fühlen sich die Zürcherinnen und Zürcher vor allem in der Langstrasse, in den Kreisen 4 und 5 sowie in Parkanlagen, an Bahnhöfen oder dunklen Orten.

Kein dringendes Sicherheitsproblem

29 Prozent der Befragten finden, in der Stadt gebe es aktuell kein dringendes Sicherheitsproblem. Von denjenigen, dies nicht so sehen, nennen 19 Prozent «Probleme durch bestimmte Gruppen», beispielsweise Dealer, Betrunkene, Jugendliche oder Ausländer. 10 Prozent sind der Meinung, der Strassenverkehr sei ein Problem.

Den Schutz der Bevölkerung durch die Stadtpolizei empfinden 91 Prozent der Befragten als genügend oder eher genügend. Die generelle, sichtbare Polizeipräsenz halten 68 Prozent für genau richtig.

Insgesamt geben 81 Prozent der Befragten an, die Stadtpolizistinnen und Stadtpolizisten seien hilfsbereit, ansprechbar und vertrauenswürdig. 82 Prozent derjenigen, die mit der Stadtpolizei Kontakt hatten, beurteilen das Verhalten der Polizistinnen und Polizisten als korrekt.

Zweierlei Mass bei Personenkontrollen

61 Prozent der Befragten sind der Meinung, man müsse damit rechnen, im öffentlichen Raum kontrolliert zu werden. Jedoch haben 36 Prozent aller Befragten den Eindruck, dass die Stadtpolizei nicht alle Menschen gleich behandelt. In diesem Zusammenhang werden vor allem dunkelhäutige oder fremd aussehende Personen sowie Ausländer genannt,

Die Stadtpolizei bearbeitet dieses Thema aktiv, wie es in der Mitteilung heisst. Das ganze Korps wird seit drei Jahren regelmässig in «fairer und effektiver Polizeiarbeit» geschult und für die Problematik von Personenkontrollen sensibilisiert.

Generell herrscht ein sehr hohes Vertrauen in die Stadtpolizei. Auf einer Skala von 1 (sehr wenig Vertrauen) bis 10 (sehr hohes Vertrauen) beträgt der Mittelwert 8,2. Bei den befragten Ausländerinnen und Ausländern ist das Vertrauen sogar noch höher.

Die Umfrage wurde vom Markt- und Sozialforschungsinstitut DemoSCOPE AG durchgeführt. Vor rund vier Jahren gab es bereits einmal eine Umfrage zum Thema - mit ähnlichen Ergebnissen.