Befragung
Verkehrsprobleme und teure Wohnungen beschäftigen die Zürcher Bevölkerung

Der Verkehr, teure Wohnungen und die Coronapandemie werden laut der aktuellen Bevölkerungsbefragung der Stadt Zürich von den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt als derzeit grösste Probleme eingeschätzt. Trotzdem ist eine Mehrheit mit der Lebensqualität in der Stadt sehr zufrieden.

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86 Prozent der Bevölkerung fühlt sich in Zürich sicher. (Symbolbild)

86 Prozent der Bevölkerung fühlt sich in Zürich sicher. (Symbolbild)

Keystone

Wie bereits in den in früheren Befragungen ist der Verkehr die grösste Sorge für fast die Hälfte der Befragten, wie es in den am Montag veröffentlichten Ergebnissen der Bevölkerungsbefragung 2021 heisst. 48 Prozent der Befragten nannten diesen als grösstes Problem. Am zweithäufigsten wurde das Wohnungsproblem genannt (37 Prozent). Auf Platz drei folgt die Coronapandemie (10 Prozent).

Drei Viertel der Zürcherinnen und Zürcher leben sehr gerne in ihrer Stadt, das letzte Viertel «eher gerne», 42 Prozent der Befragten gaben der Lebensqualität in Zürich die Bestnote.

Einen besonderen Fokus legte die Bevölkerungsbefragung 2021 auf die Themen Stadtentwicklung und Verkehr. 80 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich die Stadt in die richtige Richtung entwickelt. Beim Verkehr zeigte sich das gewohnte Bild, dass die Stadtzürcherinnen und -zürcher vorwiegend den ÖV nutzen. Die Nutzung sei 2021 coronabedingt jedoch leicht weniger intensiv gewesen als in früheren Jahren.

Gleichzeitig wird der Verkehr auch als Quelle von Problemen wahrgenommen, und zwar sowohl im ÖV als auch beim Auto-, Velo- und Fussverkehr sowie beim Thema Parkplätze.

Frauen fühlen sich weniger sicher als Männer

Das subjektive Sicherheitsgefühl in der Stadt ist laut dem Bericht «stabil hoch» geblieben. 86 Prozent fühlen sich sicher, wenn sie nachts in ihrem Quartier alleine zu Fuss unterwegs sind. Zwischen Männern und Frauen gibt es in diesem Bereich aber grosse Unterschiede: Nur gerade 29 Prozent der Frauen gaben an, sich «sehr sicher» zu fühlen, gegenüber 51 Prozent bei den Männern.

Die Befragungen für die Bevölkerungsumfrage 2021 haben zwischen Februar und Mai 2021 stattgefunden. Für die Ergebnisse wurden Antworten von 5382 Personen ausgewertet. Die nächste Befragung findet 2023 statt. (sda)

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