Zürich

Bevölkerung soll über Zukunft des ÖV mitreden

Am Dienstag stellten die VBZ ihre sogenannte Partizipationsplattform (vbz2050.ch) vor. (Themenbild)

Am Dienstag stellten die VBZ ihre sogenannte Partizipationsplattform (vbz2050.ch) vor. (Themenbild)

Der Zürcher Stadtrat lädt die Bevölkerung dazu ein, ihre Wünsche für den ÖV des Jahres 2050 einzubringen. Eine neugeschaffene Online-Plattform bietet dafür die Möglichkeit. Aber auch der Stadtrat hat einen Wunsch: eine neue Linie mit U-Bahn zwischen Stadelhofen und Balgrist.

Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) bitten die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich um Rat. Sie sollen ihre Wünsche und Ideen für das Zukunftsbild 2050 des öffentlichen Verkehrs auf einer Plattform eingeben.

Am Dienstag stellten die VBZ ihre sogenannte Partizipationsplattform (vbz2050.ch) vor. Diese ist vom 25. Februar bis 24. März 2020 offen für Wünsche und Begehren.

Zu sechs verschiedene Themen kann sich die Bevölkerung einbringen. Zum Beispiel zur Frage: «Fährt der Bus in Zukunft auf Bestellung?» Die Auswertung soll dann in die weitere Planung von vier externen Planungsteams einfliessen.

Für Thomas Hablützel, Leiter Marktentwicklung VBZ, stellt diese Plattform eine Innovation dar. «Eine öffentliche Diskussion in dieser Form ist erstmalig.»

Dass eine Diskussion um ein Zukunftsbild nötig ist, versuchte Hablützel anhand der Zahlen des kommunalen Richtplans zu unterstreichen. Demnach steigt die Zahl der Zürcher Stadtbevölkerung in den nächsten 20 Jahren um weitere 100'000 Personen. Die Zahl der Arbeitsplätze wächst bis 2040 um weitere 40'000.

Vision des Stadtrats

Stadtrat Michael Baumer (FDP) stellte auch seine eigene Vision auf. Dem Vorsteher der Industriellen Betriebe schwebt eine neue Linie vor, welche die Forschungsstandorte der Stadt besser verbinden soll.

Die «Forschungslinie» soll zwischen dem neuen Hochbauprojekt «The Circle» und der Universitätsklinik Balgrist verkehren. Zu den Zwischenstationen zählen Oerlikon, Universität Irchel, Hochschulgebiet Zürich und Stadelhofen.

Die neue Linie soll den Hauptbahnhof Zürich entlasten. Baumer will dabei einige Etappen unterirdisch bauen. Als Beispiel nannte er die Strecke zwischen Stadelhofen und Balgrist. Die Fertigstellung hänge allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel den Faktor Geld.

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