Der Rückhalteraum werde künftige Hochwasserspitzen der Eulach zurückhalten, bevor sie in der Innenstadt Überflutungen verursachen können, teilte die Baudirektion des Kantons Zürich am Dienstag mit.

Bei starkem Regen wird nun ein Teil des Hochwassers aus dem unterirdischen Hochwasserentlastungskanal der Eulach über den neuen, ebenfalls unterirdischen und 390 Meter langen Zuflusskanal in den Rückhalteraum geleitet. Dort staut sich das Wasser und wird anschliessend gedrosselt über den Riedbach zurück in die Eulach geführt.

Gemäss Mitteilung können so Abflussspitzen im Fluss wirksam gedämpft werden. Ein neuer Schwemmholzrückhalt in Elsau-Räterschen verhindert, dass Treibgut im unterirdischen Kanal einen Rückstau verursacht.

Der Rückhalteraum im Nordosten von Winterthur umfasst das Segelflugfeld Hegmatten, die Sportplätze sowie angrenzendes Kulturland. Begrenzt werde er durch einen neuen, begrünten Damm im Westen und durch das natürlich ansteigende Gelände im Osten.

Schadenpotenzial massiv reduziert

Der neue Rückhalteraum kann Hochwasserspitzen auffangen, wie sie statistisch gesehen seltener als alle 100 Jahre auftreten. Bisher rechnete man bei einem solchen Jahrhunderthochwasser mit Schäden von über 400 Millionen Franken. Dieses Schadenpotenzial im Stadtzentrum wurde nun um rund 300 Millionen Franken verringert, wie es weiter heisst.

Die Kosten für den neuen Rückhalteraum betrugen rund 33 Millionen Franken. Knapp 40 Prozent davon übernimmt der Bund, den Rest der Kanton Zürich. Der vom Kantonsrat genehmigte Kreditrahmen konnte gemäss Mitteilung eingehalten werden.