Dietikon
Bessere Anbindung gefordert: Das Limmatfeld soll für Fussgänger attraktiver werden

Das Dietiker Limmatfeld soll für Fussgänger einfacher erreichbar sein. Das fordert FDP-Gemeinderat Michael Segrada in einem Postulat. Der Stadtrat soll ein Konzept für eine bessere Verbindung zwischen Zentrum und Limmatfeld erarbeiten.

Florian Schmitz
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An der Kreuzung von Heim- und Überlandstrasse seien die Wartezeiten lang und die Grünphasen kurz, montiert Michael Segrada (FDP).

An der Kreuzung von Heim- und Überlandstrasse seien die Wartezeiten lang und die Grünphasen kurz, montiert Michael Segrada (FDP).

Sandro Zimmerli

Angelockt von Musikgrössen wie Dodo, Gigi Moto und Boney M., pilgerten beim grossen Dietiker Stadtfest im Spätsommer 2018 so viele Menschen wie noch nie vom Zentrum ins Limmatfeld. Denn auf dem Rapidplatz, dem Herzen des jüngsten Quartiers in Dietikon, fanden die grössten Konzerte vor Tausenden Musikfans statt. Im Alltag tut die Stadt sich aber schwerer mit der Belebung des Limmatfelds.

Damit die vielen Quartierbewohner möglichst einfach ins Zentrum gelangen und umgekehrt mehr Menschen aus anderen Quartieren ins Limmatfeld, ist auch eine gute Verkehrsanbindung für Fussgänger wichtig. Dort besteht aber noch Nachholbedarf, wie FDP-Gemeinderat Michael Segrada in einem kürzlich eingereichten Postulat schreibt.

Fussgängerübergänge sind «wenig einladend und ungenügend»

Gemeinsam mit zwölf Mitunterzeichnenden aus SP, FDP, EVP, Grüne und AL bittet er den Stadtrat, ein Konzept für eine grosszügige Fussgängerverbindung zwischen Zentrum und Limmatfeld zu erarbeiten. Diese soll zudem zeitnah umgesetzt werden. «Das Limmatfeld sollte ein Teil von Dietikon sein, der attraktiv und gut erreichbar ist, auch für Fussgänger», heisst es im Postulat.

Die Überlandstrasse unterteile das Zentrum und das Limmatfeld stark. Weil der Verkehr zunehmend aus dem Zentrum verlagert werden soll, werden künftig noch mehr Autos über die Überlandstrasse fahren. Diese Verkehrsverlagerung begrüsst Segrada, aber moniert: «Die bestehenden Fussgängerübergänge sind wenig einladend und ungenügend für die hohe Anzahl Personen, die täglich vom Bahnhof oder dem Zen­trum durch das Altbergquartier ins Limmatfeld läuft.»

Kurze Grünphasen und schmale Direktverbindung

An der Ampel beim Limmat-Tower, wo die Heimstrasse ins Quartier führt, seien die Wartezeiten für Fussgänger zudem lang und die Grünphasen äusserst knapp gehalten. Dies hätten auch die Rückmeldungen mehrerer Quartierbewohner bestätigt, schreibt Segrada.

Auch beim Spanisch-Brötli-Bahn-Weg, der Fussgänger und Velofahrer vom Bahnhof aus entlang der Gleise ins Limmatfeld führt, sieht er Handlungsbedarf. Der Weg sei sehr schmal und lasse kaum Platz für die vielen Menschen und den ganzen Veloverkehr, heisst es im Postulat. «Hier gibt es sicher Ausbaupotenzial oder Möglichkeiten zur Verbreiterung», findet Segrada.

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