Zürich
Besorgte Bürger fordern Rückweisung von Richtplan «Hochschulgebiet» - Kommission dagegen

Der Richtplan "Hochschulgebiet" soll nicht an den Zürcher Regierungsrat zur Überarbeitung zurückgewiesen werden: Die zuständige Kantonsratskommission hat die Rückweisung mit 14 zu 1 abgelehnt, wie sie am Freitag mitteilte. Für die Rückweisung stimmte das GLP-Mitglied.

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Visualisierung des Hochschulgebiets Zürich Zentrum, 2015
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Richtplan «Hochschulgebiet»
Das Modell der Universitätsbauten in Zürich

Visualisierung des Hochschulgebiets Zürich Zentrum, 2015

Eine "Arbeitsgruppe besorgter Bürger" war vor zweieinhalb Wochen mit der Forderung nach einer Überarbeitung der Richtplanänderung für das Hochschulquartier Zürich-Zentrum an die Öffentlichkeit getreten. Unter anderem wurde die Reduktion der Gebäudehöhen verlangt, damit auch künftig kein Gebäude die "Kronenbauten" von ETH und Universität überragt.

Die Mehrheit der Kommission für Planung und Bau (KPB) versichert, sie nehme insbesondere die Bedenken bezüglich Volumen und Gebäudehöhen ernst. Sie ist aber zuversichtlich, über Anpassung des kantonalen Richtplans zu einer besseren und zeitgemässeren Lösung zu kommen als über den Rückweisungsantrag.

«Nicht zielführend»

Die Rückweisung der Vorlage wird von der KPB-Mehrheit als "nicht zielführend" bezeichnet. Es sei fraglich, ob nach all den getroffenen Abklärungen tatsächlich eine städtebaulich bessere Lösung gefunden würde.

Eine zeitliche Verzögerung und die Unsicherheiten einer völlig neuen Planung könnten die in diesem Gebiet höchst erwünschte Zusammenarbeit von Kanton, Stadt, ETH, Universität und Universitätsspital gefährden, warnt die KPB.

Weg öffnen für neue Lösungen

Nach Meinung des GLP-Vertreters in der KPB könnte die Rückweisung der Vorlage mit dem Auftrag zu einem städtebaulichen Wettbewerb den Weg für neue Lösungen öffnen. Mit einem Wettbewerb "ohne unnötig einschränkende Vorgaben - etwa zum Erhalt gewisser Gebäude unter Denkmalschutz" liessen sich andere Lösungen gleichwertig vergleichen und prüfen, fand er.

Als "vernachlässigbar" bezeichnete er die Verzögerungen durch eine Rückweisung angesichts der Tatsache, dass das Ergebnis "den städtebaulich sensiblen Ort für die nächsten 50 bis 100 Jahre prägen wird".