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Beschwerde: Bassand fühlt sich von NZZ-Artikel diffamiert

Ein Zürcher SP-Mitglied gelangt wegen eines Artikels in der "Neuen Zürcher Zeitung" an den Presserat. Unter dem Titel "Bescheiden leben mit Familie Bassand" beleuchtete die "NZZ" am Samstag das Leben in der Kalkbreite.

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Mit dem Artikel «Bescheiden leben mit Familie Bassand» sollte das Leben im «rot-grünen Musterdorf» Kalkbreite beleuchtet werden. (Archivbild)

Mit dem Artikel «Bescheiden leben mit Familie Bassand» sollte das Leben im «rot-grünen Musterdorf» Kalkbreite beleuchtet werden. (Archivbild)

MTS

Die "NZZ" veröffentlichte im kritisierten Text Wohnfläche und Miete von Françoise Bassand, einer aktiven SP-lerin und Vorstandsmitglied des Mieterinnen- und Mieterverbands der Region Zürich. Obwohl sich die Kalkbreite-Bewohner zu Verzicht bekennen würden, bewohne Bassand mit ihrer Familie grosszügige 140 Quadratmeter, schrieb die "NZZ". Auch die Miete wurde im Text genannt.

"Moralinsaure Trulla"

Wie Bassand in einem Blog-Eintrag schreibt, sind allerdings beide Angaben falsch. Die Details seien entweder schlecht recherchiert oder gar erfunden. Zudem unterstelle ihr die "NZZ", eine "moralinsaure Trulla" zu sein, die Wasser predige und Wein trinke.

Sie und ihr Mann seien bereits in Online-Kommentaren und per Telefon als "linke Heuchler" bezeichnet worden, die "über die Armut anderer reden und sich selbst die Tasche vollstopfen", schreibt Bassand weiter. Sie fühle sich von der "NZZ" diffamiert und reiche beim Presserat deswegen Beschwerde ein.