Der Mittfünfziger hatte auf drei Türsteher eingestochen, nachdem er aus einem Zürcher Club geworfen wurde. Nachdem ihn das Bezirksgericht Zürich im Oktober 2014 zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt hatte, verschärfte das Zürcher Obergericht ein Jahr später das Urteil.

Es befand ihn der mehrfachen versuchten vorsätzlichen Tötung für schuldig und erhöhte die Strafe auf neun Jahre Freiheitsstrafe. Dieses Urteil zog der Mann, der die Tat stets bestritt, ans Bundesgericht weiter und forderte einen Freispruch.

Er machte in seiner Beschwerde unter anderem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und eine willkürliche Beweiswürdigung geltend. Er betonte, dass er als Täter ausser Betracht falle.

Gleichzeitig kritisierte er die Verfahrensführung durch die Zürcher Behörden. Diese sei skandalös und würden die Ermittlung der Wahrheit torpedieren. Beweise seien einseitig gewürdigt und ihm das Gehör verweigert worden.

Eindeutig der Täter

Dem widerspricht das Bundesgericht in seinem am Dienstag publizierten Urteil und weist die Beschwerde ab. Die Täterschaft des Beschwerdeführers erweise sich als offenkundig, schreibt es.

Auch die zahlreichen behaupteten Verletzungen von Verfahrensrechten liess das oberste Gericht nicht gelten. Es sei nicht Aufgabe des Bundesgerichts, sich mit "weitschweifigen, sinn- und zwecklosen Einwänden und Bestreitungen detaillierter auseinander zu setzen".

Der Jamaikaner muss also definitiv neun Jahre absitzen, wobei er seit der Tat im April 2012 im Gefängnis ist und somit knapp die Hälfte der Strafe bereits hinter sich hat.