Berufsbildung
Berufsbildungsfonds: Fast 20 Millionen Franken für Lehrbetriebe

Der Berufsbildungsfonds des Kantons Zürich hat sich drei Jahre nach dessen Einführung etabliert. Rund 13'000 Arbeitgeber haben im vergangenen Jahr 18,6 Millionen einbezahlt, 19,8 Millionen Franken wurden an Lehrbetriebe ausgeschüttet.

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Die Berufsbildungskommission hat entschieden, ab 2013 einen Kostenanteil in Höhe von 400 Franken pro Lehrling zu übernehmen, wenn das Qualifikationsverfahren im eigenen Betrieb stattfindet.

Die Berufsbildungskommission hat entschieden, ab 2013 einen Kostenanteil in Höhe von 400 Franken pro Lehrling zu übernehmen, wenn das Qualifikationsverfahren im eigenen Betrieb stattfindet.

Oliver Menge

Die überbetriebliche Kurse wurden mit 14,4 Millionen Franken und die zentral durchgeführten Qualifikationsverfahren (vormals Lehrabschlussprüfungen) mit 2,6 Millionen Franken unterstützt, wie die Bildungsdirektion am Freitag mitteilte. Mit je 250 Franken pro Person oder insgesamt einer Million Franken finanziert wurden Kurse für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner.

Zudem beschloss die Berufsbildungskommission, ab 2013 einen Kostenanteil in Höhe von 400 Franken pro Lehrling zu übernehmen, wenn das Qualifikationsverfahren im eigenen Betrieb stattfindet. Zu diesem Zweck seien 1,8 Millionen Franken zurückgestellt worden, heisst es in der Mitteilung. Die Auszahlung erfolge bis Ende des laufenden Jahres.

2008 hatte das Zürcher Stimmvolk entschieden, einen kantonalen Berufsbildungsfonds einzurichten, der die Ausbildungstätigkeit in den Lehrberufen der Sekundarstufe II fördert. Damit soll möglichst vielen jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Im Gegensatz zu anderen Kantonen zahlen nicht alle Betriebe Beiträge, sondern nur jene, die nicht ausbilden oder keinen allgemeinverbindlichen Branchenfonds unterstützen. Die Berücksichtigung individueller Begebenheiten der Unternehmen habe viel zur Akzeptanz des Berufsbildungsfonds beigetragen, ist die Bildungsdirektion überzeugt.