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Benjamin Geiger übernimmt Chefredaktion des «Landboten»

Der stellvertretende Chefredaktor wird in den nächsten Tagen ernannt.

Der stellvertretende Chefredaktor wird in den nächsten Tagen ernannt.

Colette Gradwohl verlässt die Chefredaktion des Winterthurer «Landboten». Grund für den Weggang sind unterschiedliche Vorstellungen über die Weiterentwicklung der Zeitung, wie es in einer Mitteilung der Tamedia vom Montag heisst.

Colette Gradwohl verlässt die Chefredaktion des Winterthurer "Landboten". Grund für den Weggang sind unterschiedliche Vorstellungen über die Weiterentwicklung der Zeitung, wie es in einer Mitteilung der Tamedia vom Montag heisst. Das Zürcher Medienhaus hat den "Landboten" vor Kurzem übernommen.

Die Redaktion des "Landboten" wird neu Benjamin Geiger unterstellt. Er ist als Chefredaktor der Zürcher Regionalzeitungen bereits für den "Zürcher Unterländer" und die "Zürichsee-Zeitung" verantwortlich.

Für die lokale und regionale Berichterstattung des "Landboten" aus Winterthur soll, wie bei "Zürcher Unterländer" und "Zürichsee-Zeitung", in den nächsten Tagen ein stellvertretender Chefredaktor ernannt werden. "Der neue Chefredaktor ist daran, Gespräche mit den Ressortleitern zu führen", sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

In den nächsten Wochen werde die zukünftige Organisation der Redaktion festgelegt, sagte Zimmer. Gradwohl verlässt das Unternehmen per sofort. Ob ihre Vorbehalte struktureller oder inhaltlicher Art sind, wollte Zimmer nicht sagen. "Wir wollen diese Diskussionen nicht nach aussen tragen."

Dass aufgrund der gemeinsamen Leitung der Regionalzeitungen durch Benjamin Geiger künftig ein Einheitsbrei geschaffen wird, verneinte der Tamedia-Sprecher. "Es ist uns wichtig, dass der 'Landbote' die Zeitung von und aus Winterthur bleibt." Winterthur bleibe mit rund 60 Vollzeitstellen der redaktionell wichtigste Standort.

Lokal und regional ausgebaut

Gradwohl hatte die Chefredaktion der Winterthurer Tageszeitung im Mai 2006 übernommen. Unter der Führung der gebürtigen Winterthurerin sei die Berichterstattung über das lokale und regionale Geschehen markant ausgebaut worden, schreibt Tamedia weiter.

Die abtretende Chefredaktorin verantwortete zudem für Partnerzeitungen den überregionalen Mantelteil - zwischen 2007 und 2010 für den "Landboten" und die "Thurgauer Zeitung" und ab 2011 für den Verbund der Zürcher Regionalzeitungen. Vor ihrer Arbeit beim "Landboten" war Gradwohl während über zwanzig Jahren beim Schweizer Radio DRS tätig.

Überregionale Zusammenarbeit mit Berner Zeitung

Im August 2013 hatten die Besitzer des "Landboten" nach längerem Hin und Her beschlossen, den Verlag und dessen Druckerei der Tamedia zu verkaufen. Bereits 2005 hat das Zürcher Verlagshaus einen Anteil von 20 Prozent an der Ziegler Druck und Verlags AG übernommen. Damals hatte sich Tamedia auch ein Vorkaufsrecht für die Übernahme des Winterthurer Medienhauses gesichert, von dem schliesslich Gebrauch gemacht wurde.

Unter der publizistischen Gesamtleitung von Benjamin Geiger würden der "Landbote", der "Zürcher Unterländer" sowie die "Zürichsee-Zeitung" die bereits 2011 begonnene Zusammenarbeit weiter vertiefen, schreibt die Tamedia. Ob durch diese engere Zusammenarbeit Stellen abgebaut werden, konnte der Tamedia-Sprecher noch nicht sagen.

In der nationalen und internationalen Berichterstattung werden die drei Regionalzeitungen, wie bereits angekündigt, ab Juni 2014 eng mit der "Berner Zeitung" zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit mit der BZ soll vor allem in Themen stattfinden, bei denen der regionale Bezug nicht im Vordergrund steht.

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