Flugverkehr

Beinahe-Crash in Zürich: Skyguide-Ausbilder griff zu spät ein

Ein Instruktor hatte zu spät eingegriffen, als die Flugverkehrsleiterin in Ausbildung die Gefahr nicht realisierte. (Archivbild)

Ein Instruktor hatte zu spät eingegriffen, als die Flugverkehrsleiterin in Ausbildung die Gefahr nicht realisierte. (Archivbild)

Beinahe kam es zum Crash: Zwei startende Flugzeuge kamen sich Ende März gefährlich nahe, als sie am Flughafen Zürich auf Konfliktkurs gerieten. Eine Flugverkehrsleiterin in Ausbildung hatte die Gefahr zu spät erkannt.

Am 22. März 2013 sind am Flughafen Zürich zwei startende Flugzeuge auf Konfliktkurs geraten. Der schwere Vorfall sei darauf zurückzuführen, dass ein Instruktor zu spät eingriff, als die Flugverkehrsleiterin in Ausbildung die Gefahr nicht früh genug erkannte, heisst es im am Mittwoch veröffentlichten Untersuchungsbericht.

Die Besatzungen der beiden Swiss-Flugzeuge erhielten vom Verkehrswarn- und Kollisionsverhinderungssystem (TCAS) einen Ausweichbefehl ("climb, climb" beziehungsweise "descend, descend"), den sie unverzüglich befolgten.

Der geringste Abstand der beiden Flugzeuge - eine AVRO RJ100 und ein Airbus A330 - betrug horizontal 1,8 nautische Meilen (NM) und vertikal 350 Fuss (ft) beziehungsweise 1,5 NM horizontal und 525 ft. Eine nautische Meile entspricht rund 1,85 Kilometern, 100 Fuss rund 30,5 Metern.

Gemäss dem Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) führen verschiedene Standardinstrumentenflugrouten bei ungünstiger Startsequenz und ohne Eingreifen der Flugverkehrsleitung zwangsläufig dazu, dass gestartete Flugzeuge sich auf Konfliktkurs begegnen.

Zur Entstehung des schweren Vorfalls vom 22. März 2013 kurz vor 17 Uhr beigetragen habe die mangelnde Übersicht der Flugverkehrsleiterin in Ausbildung und die nicht-aktive Unterstützung durch ihren Instruktor.

Als weitere Faktoren erwähnt der Bericht die zusätzliche Belastung der Flugverkehrsleiterin durch einen Fotoflug südwestlich des Flughafens und die nicht der Situation angepassten Zeitintervalle des abfliegenden Verkehrs in den Minuten vor dem schweren Vorfall.

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