Zürich

Beim Alkohol-Werbeverbot spielt der Zürcher Sport-Kantonalverband nicht mit

Die Sportverbände haben kein Interesse daran, sich Werbung für Alkohol auf Sportplätzen und bei Veranstaltungen verbieten zu lassen.

Die Sportverbände haben kein Interesse daran, sich Werbung für Alkohol auf Sportplätzen und bei Veranstaltungen verbieten zu lassen.

Der Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) zeigt dem Blauen Kreuz die Rote Karte. Die von diesem lancierte Initiative für ein umfassendes Alkohol-Werbeverbot auf Sportplätzen und an Sportveranstaltungen treffe die Sportverbände im Kern.

"Es gibt keine bessere Prävention als den Vereinssport", heisst die Hauptbotschaft der Abstimmungskampagne des ZKS, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Keine andere Institution ausser dem Vereinssport trage täglich auch nur annähernd so viel zur Volksgesundheit bei.

Ein solch umfassendes Werbeverbot wie es die Initiative "Keine Werbung für alkoholische Getränke auf Sportplätzen und Sportveranstaltungen im Kanton Zürich" verlangt, stelle viele der 2300 Sportvereine im Kanton vor äusserst schwierige finanzielle und vor allem logistische Probleme.

Rund ein Drittel der Einnahmen der Sportvereine stammt aus Werbung, Sponsoring und den Veranstaltungen. Die meisten Vereine hätten kaum Möglichkeiten, dieses Loch zu stopfen, heisst es in der Mitteilung. Falls die Initiative angenommen wird, müssten Leistungen abgebaut, Veranstaltungen gestrichen oder Mitgliederbeiträge erhöht werden. (sda)

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