VBZ
Bei Stadtzürcher Trams und Bussen hat's im vergangenen Jahr öfter gekracht

Die VBZ präsentierte ihre Unfallstatistik für das vergangene Jahr. Nach Rückläufen in den vergangen Jahren, gab es 2013 wieder mehr Unfälle. Auch Laserattacken werden vermehrt zum Problem.

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Die Anzahl Kollisionen hat 2013 zugenommen. (Archiv)

Die Anzahl Kollisionen hat 2013 zugenommen. (Archiv)

Keystone

Die Zahl der Unfälle mit Trams und Bussen der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) hat im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 137 auf 1736 zugenommen. Erfasst wurden alle Schadenereignisse mit versicherungs- oder haftpflichtrechtlichen Folgen. 2012 verzeichnete die VBZ 1599 Schadenereignisse, 2011 waren es 1730 und im Jahr 2010 insgesamt 1937, wie die VBZ am Donnertag mitteilten.

Mit 471 praktisch gleich geblieben ist die Zahl der Unfälle mit Verletzten. Vier Menschen starben bei Unfällen mit dem Tram, im Vorjahr ereignete sich ein Unfall mit einem tödlichen Ausgang.

Einen leichten Anstieg um 1,9 Prozent auf 801 gab es bei den Kollisionen mit Fahrzeugen. 2013 wurden zudem 464 sonstige Schadenfälle erfasst. Dabei handelt es sich um Schäden bei Baustellen, Manövrierschäden in Depots und Garagen, böswillige Beschädigungen, Sachschäden bei Drittpersonen und diverse Schäden.

Rückläufig war die Zahl der Unfälle beim Ein- und Aussteigen. Die VBZ zählten im vergangenen Jahr 116 Ereignisse, dies sind 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies liege nicht zuletzt daran, dass die Fahrzeuge mit hochflurigem Einstieg kontinuierlich durch Niederflurfahrzeuge ersetzt werden, heisst es in der Mitteilung weiter.
Vermehrt Laserattacken

Um 11,3 Prozent auf 213 zugenommen hat die Zahl der Stoppunfälle. Das sind Unfälle, die sich ereignen, weil ein Tram oder ein Bus wegen eines anderen Verkehrsteilnehmers einen Notstopp einleiten muss. Die VBZ erhoffen sich durch die im Frühling 2013 lancierte Präventionskampagne "sicher unterwegs" weniger solcher Unfälle.

Das Fahrpersonal der VBZ ist vermehrt Laserattacken ausgesetzt. Es habe Verletzte gegeben, sagte Jürg Widmer, Leiter Betrieb VBZ, auf Anfrage. Bis jetzt seien die Attacken zum Glück glimpflich ausgegangen.

Die VBZ machen zusammen mit anderen betroffenen Organisationen sowie Stadt- und Kantonspolizei in einer Arbeitsgruppe mit. Laserblendungen würden konsequent angezeigt, heisst es weiter.