Regierungsrat

Bei der Neueinteilung der Prämienregionen wartet Zürich auf den Bund

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Abwarten statt vorschnell aktiv werden: In Sachen Neueinteilung der Krankenkassen-Regionen kann der Zürcher Regierungsrat warten, bis der Bund seine Arbeit gemacht hat.

Der Kantonsrat lehnte am Montag ein dringliches Postulat ab, das schon jetzt - vor Bekanntwerden der neusten Zahlen - eine Beibehaltung der bisherigen Prämienregionen forderte.

Der Vorstoss von SVP, BDP und EDU wurde mit 111 zu 62 Stimmen nicht an den Regierungsrat überwiesen. Unterstützung erhielten die Postulanten nur von der EDU. Der Regierungsrat müsse bereits heute ein Zeichen setzen, argumentierten die Befürworter.

Die Mehrheit des Parlamentes war hingegen der Überzeugung, dass man erst einmal abwarten müsse, bis das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit Hilfe der ETH die Kosten-Entwicklung in den einzelnen Prämienregionen fertig untersucht hat. Noch in diesem Jahr sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.

Je nach Datenlage will der Regierungsrat dann eine Neueinteilung, eine Verringerung auf zwei Prämienregionen oder gar eine einheitliche Region fordern.

Im Kanton Zürich zahlt eine Stadtzürcherin oder ein Stadtzürcher deutlich mehr Krankenkassenprämien als jemand aus einem ländlicheren Gebiet. Begründet wird die Differenz damit, dass Städter grössere Gesundheitskosten verursachen würden als Menschen vom Land.

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