Kantonswahlen
Bei den Kantonsratswahlen sind weniger Frauen am Start

1720 Männer und Frauen aus dem Kanton Zürich wollen sich am 3. April in den Kantonsrat wählen lassen, 80 mehr als bei den letzten Wahlen im Jahr 2007. Trotz des Anstiegs der Kandidatenzahl, sind weniger Frauen auf den Listen zu finden.

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Wahllokal: Weniger Frauen stehen zur Auswahl. (Symbolbild)

Wahllokal: Weniger Frauen stehen zur Auswahl. (Symbolbild)

Wie eine Auswertung der Kandidatenlisten zeigt, stellen sich in diesem Jahr 586 Frauen zur Wahl, was einem Anteil von 34 Prozent entspricht. 2007 waren es noch 36 Prozent.

Das sind die Listennummern

Liste 1: SVP

Liste 2: SP

Liste 3: FDP - Die Liberalen

Liste 4: Grüne

Liste 5: CVP

Liste 6: EVP

Liste 7: Grünliberale

Liste 8: EDU

Liste 9: Alternative Liste

Aus dem Goldfischglas geholt wurden schliessilch jene vier Parteien, welche bis jetzt noch keinen Sitz im Kantonsrat hatten. Per Los wurden die Listen 10 bis 13 folgendermassen verteilt:

Liste 10: Schweizer Demokraten

Liste 11: Piratenpartei

Liste 12: Europäische Reform Partei

Liste 13: Bürgerlich Demokratische Partei BDP

Am meisten weibliche Kandidaten wurden bei den Wahlen im Jahr 1995 registriert (38 Prozent). Seither nimmt der Anteil langsam aber stetig ab.

Wie erwartet haben linke Parteien am meisten Frauen auf ihren Listen: Spitzenreiter sind die Grünen mit 49 Prozent und die AL mit 43 Prozent. Danach folgen die SP (41 Prozent) und die EVP (38 Prozent). CVP und Grünliberale haben je 37 Prozent Kandidatinnen.

Auf Platz eins steht jedoch die Europäische Reform Partei (ERP) mit einem Frauenanteil von 50 Prozent. Diese Kleinst-Partei aus dem Bezirk Uster, die früher «Europa-Partei» hiess, stellt allerdings nur 12 Kandidaturen.

Piratenpartei: 0 Prozent Frauen

Eher männerlastig sind erfahrungsgemäss die bürgerlichen Parteien. Bei der FDP sind nur 27 Prozent der Kandidierenden weiblich, bei der BDP 23 Prozent und bei der SVP 22 Prozent.

Ein reiner Herrenclub ist die Piratenpartei. Ihr Frauenanteil auf den Wahllisten beträgt glatte 0 Prozent. Auch bei den Parteimitgliedern sind die Frauen mit 7 bis 8 Prozent eine deutliche Minderheit.

Man hätte gerne mehr Frauen in der Partei und auf den Wahllisten, sagte Michael Gregr, Präsident der Zürcher Sektion. Offenbar fühlten sich Frauen von ihren Anliegen aber eher selten angesprochen. Die meisten Piraten arbeiten in der Informatikbranche - auch dies eine eher männerlastige Branche.

SVP, SP und FDP stellen am meisten Kandidaturen

Am meisten Kandidierende stellen die SVP, die SP und die FDP, die alle mit je 180 Kandidaturen an den Start gehen. Dicht gefolgt werden sie von den Grünen und der EVP mit je 179 Kandidaturen und der CVP mit 176.

Die offizielle Liste mit allen Kandidierenden wird am 18. Februar im Amtsblatt publiziert und auf www.wahlen.zh.ch aufgeschaltet.