Mittelschule
Bei Aufnahme ins Kurzgymi zählen Vorleistungen weiterhin

Bei der Aufnahme ins Kurzgymnasium werden im Kanton Zürich auch künftig die Vorleistungen der Sekundarschülerinnen und -schüler eine Rolle spielen, aber nicht unbedingt in Form der Vornoten.

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Auch in Zukunft sollen die Vorleistungen für die Aufnahme ins Kurzgymnasium berücksichtigt werden. Die Frage ist nur, in welcher Form.

Auch in Zukunft sollen die Vorleistungen für die Aufnahme ins Kurzgymnasium berücksichtigt werden. Die Frage ist nur, in welcher Form.

Keystone

Der Regierungsrat hatte im März 2012 entschieden, das Reglement für die Aufnahme an Mittelschulen ab Schuljahr 2015/16 zu ändern und künftig auch Sek-B-Schüler zur Gymiprüfung zuzulassen. Damit solle die Chancengleichheit erhöht werden.

Als Folge davon könne aber nicht wie bisher auf die Erfahrungsnote abgestellt werden, weil die Noten der Sek-Abteilungen A und B aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen nicht vergleichbar seien, argumentierte er.

Daraufhin hatten Grüne, EVP und SP in einer Parlamentarischen Intitiative (PI) gefordert, die Aufnahmeprüfung ins Kurzgymnasium abzuschaffen. Knapp mit 61 Stimmen wurde die Initiative im Juni 2013 vorläufig unterstützt.

Bei der Beratung im Februar dieses Jahres hielten nur noch die Grünen an der Abschaffung der Prüfung fest, während die anderen Befürworter der abgeänderten PI der Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) den Vorzug gaben.

Beim Aufnahmeverfahren müssten zusätzlich zur Aufnahmeprüfung die Vorleistungen der Schülerinnen und Schüler "angemessen berücksichtigt" werden, wurde beantragt. In welcher Form dies erfolgen soll, wird offen gelassen.

In der ersten Lesung im Februar trat der Kantonsrat nur knapp mit 80 zu 79 Stimmen auf die Vorlage ein. Nun wurde die Änderung des Mittelschulgesetzes mit den Stimmen von SP, Grünen, AL, GLP, BDP, EVP und EDU gutgeheissen.