Abstimmungen
Befürworter des Sechseläutenplatzes sind zuversichtlich

Der neue Sechseläutenplatz ist nach Ansicht des Pro-Komitees ein städtebaulich grosser Wurf und ein Gewinn für die Stadt. Sie sind zuversichtlich, dass die Stimmberechtigten dem 17-Millionen-Kredit zustimmen werden.

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Die geplante Umgestaltung des Sechseläutenplatzes in Zürich gibt zu reden

Die geplante Umgestaltung des Sechseläutenplatzes in Zürich gibt zu reden

Matthias Scharrer

Dem breit abgestützten Komitee «Ja zum Sechseläutenplatz» gehören unter anderen Vertreter von Grünen, SP, GLP, CVP und EVP an. Auch alt Stadträtin Kathrin Martelli (FDP), der neue Opernhaus-Intendant Andreas Homoki sowie der Präsident der City Vereinigung, Milan Prenosil, unterstützen das Vorhaben.

Heute handle es sich beim Platz um eine unattraktive Fläche, einen unansehnlichen Acker, der während des Jahres weitgehend unbenutzbar sei, sagte SP-Gemeinderat Hans Jörg Käppeli. Der neue Sechseläutenplatz sei dagegen ein «attraktiver Begegnungsort für alle».

Verschmelzung von Wiese, Strasse und Platz

Aus der Verschmelzung von Sechseläutenwiese, Strassenflächen und Theaterplatz entstehe der grösste innerstädtische Platz der Schweiz. Mindestens 180 Tage im Jahr werde er der Bevölkerung zur Verfügung stehen und zum Flanieren einladen.

Die Pflästerung mit grünlichem Valser Quarzit sei attraktiv, sehr robust und günstig im Unterhalt, sagte Käppeli weiter. Anders als heute könne der Platz nach dem Sechseläuten oder dem jährlichen Gastspiel des Circus Knie umgehend wieder betreten werden. «Man macht sich auch die Schuhe nicht mehr schmutzig.»

Mit der Fertigstellung des Parkhauses Opéra sind die Parkplätze vor dem Opernhaus verschwunden. Das Parkhaus sei gebaut, nun müsse noch der Sechseläutenplatz realisiert werden, sagte Markus Knauss, Präsident der Grünen Fraktion im Gemeinderat.

Erst mit der Neugestaltung werde das ursprüngliche Ziel, die Aufwertung des Platzes, erfüllt. Ein Verzicht auf die Neugestaltung wäre laut Knauss ein «Schildbürgerstreich erster Güte».

«Städtebaulich grosser Wurf»

Der grünliberale Gemeinderat Guido Trevisan erinnerte daran, dass auch der Bundesplatz mit Valser Quarzit bedeckt wurde. Obschon dieser nur einen Achtel des neuen Sechseläutenplatzes umfasse, habe er mit knapp 8 Millionen Franken aber fast halb so viel gekostet.

Für Markus Hungerbühler, Präsident der CVP Stadt Zürich, handelt es sich beim Projekt um einen «städtebaulich grossen Wurf». Er sei überzeugt, dass die Stimmberechtigten den Argumenten des Komitees folgen werden.

Zur Abstimmung kommt es, weil eine Allianz aus FDP, SD und SVP aus unterschiedlichen Gründen das Behördenreferendum ergriffen hat. Über den von den Gegnern kritisierten Abbau der Abbiegespur vom Utoquai in die Schoeckstrasse werde jedoch nicht abgestimmt, betonte Hungerbühler. Diesbezüglich habe der Regierungsrat zu entscheiden. (sda)