Zürich
Befürchtungen der Fluglärmgegner trotz Info-Forums nicht beseitigt

Am Montag wurden Bürgerorganisationen und Interessensverbände über den Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Deutschland informiert. Zurzeit läuft dazu das Vernehmlassungsverfahren.

Drucken
Teilen
Die Diskussion über den Fluglärm erhitzt die Gemüter. (Symbolbild)

Die Diskussion über den Fluglärm erhitzt die Gemüter. (Symbolbild)

Keystone

Grundlage für das nun laufende Vernehmlassungsverfahren ist der «erläuternde Bericht» des Bundes zum Staatsvertrag. Dieser wurde vor einigen Tagen veröffentlicht. Die Informationsveranstaltung fand im Rahmen des Info-Forums Flughafen Zürich unter Leitung von Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker statt. Dies teilte die Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mit.

«Befürchtungen bestätigt»

Bedenken haben die Fluglärmgegner jedoch immer noch, sagte Felix Jaccaz, Vizepräsident des Dachverbands Fluglärmschutz. Das Info-Forum habe damit in keiner Weise geholfen. «Bürgerprotest Fluglärm Ost» bestätigte verschiedene Befürchtungen.

Die präsentierten Vorteile nutzten ausschliesslich dem Flughafen, die Zeche bezahle die Bevölkerung. Der behauptete Zwang zur Pistenverlängerung ergebe sich nicht aus dem Staatsvertrag sondern sei reine Wunschvorstellung für Kapazitätssteigerungen. Eine einseitige Belastung der Ostregion werde die Organisation bis vor Bundesgericht bekämpfen.

Umsetzung noch nicht bekannt

Die betriebliche Umsetzung des Staatsvertrags ist derzeit noch nicht abschliessend bekannt. Erst in den kommenden Monaten wird es genaue Details geben.

Das Info-Forum Flughafen Zürich dient dem Informationsaustausch zwischen den zahlreichen Bürgerorganisationen und Interessensverbänden rund um den Flughafen. Ausserdem dient es Volkswirtschaftsdirektion. Es findet in unregelmässigen Abständen statt und hat keine Beschlusskompetenz.

Mitte September waren bereits die Bezirks- und Gemeindevertreter im Rahmen der Konsultativen Konferenz Flughafen Zürich über den Staatsvertrag informiert worden.