Befragung
Befragung zeigt: Stadtzürcher Jugend fühlt sich gesund und glücklich

Die meisten Stadtzürcher 14-Jährigen fühlen sich gesund und glücklich. Viele klagen aber auch über Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. Dies zeigen die Resultate der Gesundheitsbefragung 2012, die am Donnerstag veröffentlicht wurden.

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Die Zürcher Jugend ist wohl auf und vergnügt sich, wie hier am Knabenschiessen. (Archiv)

Die Zürcher Jugend ist wohl auf und vergnügt sich, wie hier am Knabenschiessen. (Archiv)

Keystone

Befragt wurden alle 1844 Stadtzürcher Schülerinnen und Schüler der zweiten Sekundarstufe. Davon waren 1420 ausgefüllte Fragebogen brauchbar und wurden in die Auswertung aufgenommen. Die Resultate stimmen die Schulgesundheitsdienste optimistisch.

Die Ergebnisse seien grossmehrheitlich erfreulich, schreibt die Stadt. 19 von 20 Jugendlichen schätzen ihre Gesundheit als gut bis sehr gut ein. Die meisten sind mit sich, dem familiären und sozialen Umfeld, der Wohnsituation und dem Leben allgemein zufrieden.

Auch beim Drogenkonsum sind die Zahlen erfreulich: Deutlich über 80 Prozent der Befragten gaben an, nicht zu rauchen, nicht zu kiffen und keinen Alkohol zu trinken.

54 Prozent der Mädchen wollen abnehmen

Der Anteil der Jugendlichen, die regelmässig trinken, ist gegenüber der letzten Befragung deutlich zurückgegangen, von 22 auf 12 Prozent. Verglichen mit Gesamtschweizer Daten kiffen und trinken 14-jährige Zürcher und Zürcherinnen zudem deutlich weniger.

Die Befragung zeigt aber auch, dass die Jugendlichen trotz allgemeiner Zufriedenheit unter körperlichen Belastungen leiden. Bis zu 30 Prozent gaben an, dass sie mindestens einmal pro Woche entweder unter Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen leiden.

Ein Sechstel der Jugendlichen zeigt Hinweise auf Angststörungen oder depressive Symptome. Beim Thema Gewicht zeigen zudem viele eine verzerrte Selbstwahrnehmung: Ein Drittel der Kinder, die normal- oder sogar untergewichtig sind, findet sich zu dick. 54 Prozent der Mädchen und 32 Prozent der Knaben wollen denn auch abnehmen.

Schwächere Schüler tragen seltener einen Velohelm

Die Befragung zeigt auch, dass Gesundheit stark vom Bildungsgrad und dem familiären Hintergrund abhängt. So trinken Sek-B-Schüler mehr Süssgetränke als Sek-A-Schüler, sie waren auch schon häufiger betrunken und rauchen öfters. Sie tragen gemäss Mitteilung auch seltener einen Velohelm im Strassenverkehr.

Die Schulgesundheitsdienste schliessen aus den Resultaten, dass gerade bei Jugendlichen mit schlechten Voraussetzungen früh interveniert werden müsse, um negative Folgen im späteren Alter zu verhindern.

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