Kunsthaus Zürich

Baurekursgericht tritt nicht auf die Einsprache gegen die Kunsthaus-Erweiterung ein

Links das alte Kunsthaus Zürich, rechts der geplante Erweiterungsbau

Links das alte Kunsthaus Zürich, rechts der geplante Erweiterungsbau

Der Rekurs von der Stiftung Archicultura aus Luzern gegen den geplanten Ausbau des Zürcher Kunsthauses sei nicht legitim, meint das Baurekursgericht des Kantons Zürich. Die Stiftung habe keine erkennbaren räumlichen Beziehungen zum Bauvorhaben.

Das Baurekursgericht des Kantons Zürich hat der einzigen Rekurrentin gegen die Baubewilligung für die Erweiterung des Kunsthauses Zürich die Legitimation für einen Rekurs abgesprochen. Die Frist für einen möglichen Weiterzug der Beschwerde ans Verwaltungsgericht dauert bis Mitte September.

Das Baurekursgericht ist nicht auf die Beschwerde eingetreten. Es ist der Ansicht, dass die Stiftung für Orts- und Landschaftsbildpflege aus Luzern, Archicultura, «mangels einer erkennbaren räumlichen Beziehung zum Bauvorhaben und mangels Nachweis einer gesamtkantonalen Tätigkeit nicht zur Beschwerde legitimiert ist». Dies teilte das Stadtzürcher Hochbaudepartement am Donnerstag mit.

Die Stadt Zürich, die Zürcher Kunstgesellschaft und die Stiftung Zürcher Kunsthaus, die in der Einfachen Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterung (EGKE) zusammengeschlossen sind, hoffen, dass die rekurrierende Stiftung auf einen Weiterzug verzichtet. Eine allfällige Bauverzögerung könne zu Mehrkosten führen, heisst es weiter.

Die EGKE sei überzeugt, dass die wesentlichen Argumente gegen das Erweiterungs-Projekt bereits in früheren Verfahren, wie etwa dem Gestaltungsplan, behandelt wurden. Eine entsprechende Beschwerde sei wohl «nicht aussichtsreich». Die Stiftung monierte die Frage des Denkmalschutzes und kritisiert das Volumen als zu gross.

Das Amt für Hochbauten führt die Planung für die Kunsthaus-Erweiterung fort, wie es weiter heisst. Der Baubeginn ist für das letzte Quartal 2013 vorgesehen. Der Erweiterungsbau soll 2017 eröffnet werden.

Die Kunsthaus-Erweiterung kostet insgesamt 206 Millionen Franken. Die Stadt Zürich bezahlt daran einen Investitionsbeitrag von 88 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich hatten die Finanzierung im November 2011 bewilligt.

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