Kunsthaus
Baurekursgericht soll Rekurs gegen «städtebaulichen Frevel» prüfen

Der Rekurs der Stiftung Archicultura gegen den Erweiterungsbau des Zürcher Kunsthauses soll vom Baurekursgericht überprüft werden. Inzwischen wird das Projekt unterbrochen, jedoch ist laut Hochdepartement nicht klar, wie lange die Verzögerung dauert.

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Links das alte Kunsthaus Zürich, rechts der geplante Erweiterungsbau.

Links das alte Kunsthaus Zürich, rechts der geplante Erweiterungsbau.

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Die Bauherrin der Kunsthauserweiterung, die Einfache Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterung (EGKE), verzichtet auf einen Weiterzug ans Bundesgericht.

Das Zürcher Verwaltungsgericht hatte im vergangenen Dezember - entgegen der Meinung des Baurekursgerichts - entschieden, dass die Luzerner Stiftung Archicultura zu einem Rekurs berechtigt ist. Diesen Entscheid wolle man nicht weiterziehen, schreibt das Zürcher Hochbaudepartements in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Bauherrin EGKE erachte die materielle Prüfung des Rekurses durch das erstinstanzliche Baurekursgericht als den direktesten Weg zu einer rechtskräftigen Baubewilligung. Man blicke dieser Prüfung optimistisch entgegen, heisst es weiter. Grund für den Entscheid ist gemäss Mitteilung auch, dass das Projekt nicht noch weiter verzögert werden soll.

Einziger Rekurs

Die schweizweit tätige Stiftung Archicultura ist die einzige Rekurrentin gegen die Kunsthaus-Erweiterung. Ihrer Meinung nach ist der vom Londoner Stararchitekten David Chipperfield entworfene Neubau gegenüber dem bestehenden Kunsthaus ein "autistischer Kunsttresor" und ein "städtebaulicher Frevel".

Ursprünglich hätte mit dem Bau bereits im vergangenen Dezember begonnen werden sollen. Die Eröffnung des Erweiterungsbaus war auf 2017 vorgesehen. Wie lange nun die Verzögerung dauert und wie viel Mehrkosten daraus entstehen, ist vom juristischen Ablauf abhängig und laut Hochbaudepartement nicht voraussagbar.

Das Projekt werde nun unterbrochen, heisst es weiter. Bereits begonnene Planungsarbeiten werden bis Mai 2014 zu Ende geführt und die Dossiers zur späteren Wiederaufnahme vorbereitet.

Unter der EGKE haben sich die Stadt Zürich, die Zürcher Kunstgesellschaft und die Stiftung Zürcher Kunsthaus zusammengeschlossen.

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