Statistik
Baupreise sinken in Zürich um 1.2 Prozent

Der von Statistik Stadt Zürich berechnete Zürcher Index der Wohnbaupreise ist zwischen April 2014 und April 2015 um 1.2 Prozent gesunken. Insbesondere die aufgrund des starken Frankens tieferen Materialpreise sind dafür verantwortlich.

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Seit 1914 ist Bauen in Zürich um rund 1400 Prozent teurer geworden. (Archiv)

Seit 1914 ist Bauen in Zürich um rund 1400 Prozent teurer geworden. (Archiv)

Keystone

Die Statistik Stadt Zürich veröffentlicht in einer Mitteilung folgende Aufschlüsselungen zu den Wohnbaupreisen:

In der Hauptgruppe Gebäude sank das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent (Vorjahr: +0,5 %). Mit Ausnahme der Sanitäranlagen (+0,4 %) waren in diesem Bereich alle Indexgruppen rückläufig.

Die grössten Abnahmen verzeichneten der Rohbau 1 (–1,9 %), die Elektroanlagen (–1,7 %) und die Transportanlagen (–6,4 %).

Der Index der Hauptgruppe Vorbereitungsarbeiten stieg innert Jahresfrist leicht um 0,1 Prozent (Vorjahr: +0,4 %). Verantwortlich dafür war vor allem die Indexgruppe Spezielle Fundationen, Baugrubensicherung und Grundwasserabdichtung (+0,3 %).

Einen leichten Anstieg des Preisniveaus um 0,2 Prozent verzeichnete auch die Hauptgruppe Umgebung (Vorjahr: –0,3 %). Mehr bezahlen musste man in diesem Bereich für Gärtnerarbeiten (+0,2 %) und insbesondere für Spielplatzgeräte (+1,7 %).

In der Hauptgruppe Baunebenkosten und Übergangskonten sank der Index gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent (Vorjahr: +0,4 %). Grund dafür waren vor allem tiefere Baukre-ditzinsen für die Finanzierung ab Baubeginn (–7,6 %).

Getrübte Konjunkturaussichten

Der Gebäudekubikmeterpreis lag im April 2015 inklusive Mehrwertsteuer bei 727 Franken (Vorjahr: Fr. 736.–). Als Gründe für den Rückgang der Baupreise nannten die Firmen vor allem tiefere Materialpreise, nicht zuletzt aufgrund des starken Frankens.

Im Weiteren scheinen sich die etwas getrübten Konjunkturaussichten in der Baubranche teuerungsdämpfend auszuwirken. Und dies, obwohl die Baufirmen in der Stadt Zürich nach wie vor gut ausgelastet sind – am Stichtag der Preiserhebung, am 1. April 2015, standen in der Stadt Zürich über 6000 Wohnungen im Bau.

Indexhaus in Zürich Schwamendingen

Statistik Stadt Zürich lässt sich jedes Jahr von rund 250 Bauunternehmen aus dem Raum Zürich und Umgebung den Bau eines bereits bestehenden Mehrfamilienhauses – des sogenannten Indexhauses – offerieren und berechnet anschliessend aus gegen 400 Offerten mit gut 30 000 Einzelpreisen den Zürcher Index der Wohnbaupreise.

Das aktuelle Indexhaus – eine dreiteilige Liegenschaft der Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof mit 23 Wohnungen und einer Tiefgarage mit 47 Parkplätzen – steht in Zürich Schwamendingen (Hohmoos 2, 2a und 2b).

Die Reihe des Zürcher Index der Wohnbaupreise geht bis ins Jahr 1914 zurück – seither ist Bauen um rund 1400 Prozent teurer geworden.