Winterthur
Baukommission unterstützt ZHAW-Projekt auf Sulzerareal

Unterstützung für den Umzug der ZHAW in die Halle 52 auf dem Sulzerareal: Die Kommission für Planung und Bau (KPB) sowie auch die Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) stimmen dem Projekt zu.

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Visualisierung Halle 52: Aussenhof.

Visualisierung Halle 52: Aussenhof.

Pool Architekten Zürich

Der Umzug des Departementes Gesundheit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in die Halle 52 auf dem Sulzerareal in Winterthur geniesst breite Unterstützung. Sowohl die Kommission für Planung und Bau (KPB) als auch die Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) stimmen dem Projekt zu.

Die KPB beantrage dem Kantonsrat einstimmig, die Objektkredite für Miete, Mieterausbau und Spezialausbau der Halle 52 zu bewilligen, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Baukommission schliesse sich damit dem ebenfalls einstimmigen Vorentscheid der KBIK an.

Die Erwägungen der Regierung, die Hochschulen auf möglichst wenige zentrale Standorte zu konzentrieren, erschienen der Kommission als richtig, schreibt die KPB. Das Sulzerareal sei für die ZHAW mit gegenwärtig rund 8000 Studierenden ideal, weil es in Gehdistanz zum Hauptbahnhof Winterthur liege.

Im Departement Gesundheit, das integral in die Halle 52 umsiedeln soll, werde in den nächsten Jahren ein Wachstum von rund 1300 auf 2000 Studierende angestrebt. Mit dem geplanten Ausbau der Gesundheitsausbildungen auf Bachelor- und Masterstufe erbringe die ZHAW einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen.

Visualisierung Halle 52: Innenhof.

Visualisierung Halle 52: Innenhof.

Pool Architekten Zürich

Kritik an PPP-Lösung

Diskussionen gab es in beiden Kommissionen, weil das Projekt in einer Mietliegenschaft realisiert wird. Die KPB und der Gesamtrat hätten sich schon mehrfach sehr kritisch zu so genannten PPP-Projekten geäussert, heisst es in der Mitteilung. Solche Lösungen verunmöglichten die direkte Mitsprache des Parlamentes beispielsweise bei der Energieversorgung.

Zudem könnten Änderungen der Besitzverhältnisse zu erheblichen Problemen führen. Über die gesamte Lebensdauer gerechnet seien PPP-Projekte auch noch teurer als eigene Bauten des Kantons, der dank des guten Ratings günstig Kredite aufnehmen könne.

Die im Kreditantrag der Regierung formell richtig ausgewiesenen Mietkosten von über 81 Millionen Franken entsprechen laut der KPB nicht den "real zu erwartenden tatsächlichen Gesamtkosten der Miete". Nach geltendem Gesetz müssten nämlich die Nebenkosten über die Lebensdauer lediglich ausgewiesen, aber nicht zur Genehmigung vorgelegt werden.

Die KPG anerkennt andererseits aber die Tatsache, dass der Kanton nicht über eigene Grundstücke an geeigneter zentraler Lage und mit genügend Potenzial verfügt. Gefordert sei deshalb eine stärker vorausschauende Schulraumplanung, die möglichst auf kantonseigene Gebäude setze.